„Da
werden sich wiederfinden im Grase die wunderbaren goldenen Tafeln,
welche
in Urzeiten die Asen besaßen...“
(
Volospa / Edda )
Dies
ist das Jahr 1998 christlicher Zeitrechnung. Doch diese hat ihren Wert schon
verloren. Wir habe das Jahr 1 im Zeichen der Göttin! Denn das Neue steigt auf.
Das Neue Zeitalter wird ein Zeitalter der weiblichen Gottheit sein; das Äon der
Liebesgöttin Ischtar, Freyja, Aramati, Aschera, Aphrodite – der Venus. Ihr
Morgenrot greift schon mit Rosenfingern über den Horizont der Zeit! Wenn diese
göttliche Sonne vollends aufgegangen sein wird, erstrahlt allenthalben das Gold
eines neuen, wahrhaftigen und natürlichen Geistes.
Was
bedeutet das? Was wird uns dies bringen? – Reinheit und Klarheit, das Ende
aller Verrohung und Gleichmachung. Ein neues Licht, das Licht der Liebe und
verfeinerter Sinnlichkeit, das Wiedererwachen des magi-schen Eros zwischen Frau
und Mann; den Weg durch die sanfte Morgen-röte hin zum strahlenden Gold der
Vollendung, dem Gold der Herzen im neuen Äon.
Vieles,
was heutzutage noch wichtig erscheint, wird bald überwunden und vergessen sein.
Neue Wertmaßstäbe, die schon einmal vor Jahrtausenden galten, erfassen den
Geist der Menschen. Politische und wirtschaftliche Ordnungen von heute werden
bedeutungslos. Die Menschen bestimmen sich selbst im Einklang mit der göttlichen
Natur – allein deren ewig wahres Gesetz wird gelten, in den Herzen
geschrieben, nicht auf Papier. Und doch wird dieses Gesetze von strenger
Klarheit sein als alle heutigen Gesetze sind. Was dem entgegensteht und was
finster ist, stürzt sich selbst in den Abgrund der Vergangenheit. Nichts mehr
bedrückt, auch keine herrischen Religionen. Die Göttin regiert, die Göttin
der Liebe und des magischen Eros. Eine neue Religion vollendeter Sinnlichkeit
leuchtet der Welt, frei von Dogmen und Zwängen: Die Religion der Liebe und der
interkosmischen*
Sexualität, eine Schwingung des reinen unsterblichen Glücks. Die Sonne wird
das Sinnbild dieser neuen Gottheit sein und ihre Strahlen die langen Haare der Göttin.
Sie allein leuchtet fortan der Welt. Ihre Morgenröte zieht schon empor. Wir spüren
es warm in unseres Herzes: Neues kommt. Schön, Kraftvoll und klar.
Schon
erklingt uns der Ruf – wir können ihn hören und verstehen.
*
„interkosmisch“, weil zwischen Diesseits und Jenseits wandernd
(
14 )
Magische
Erotik
(
IM SONNENAUFGANG DES NEUEN ZEITALTERS )
Ja,
ein neues Goldenes Zeitalter steigt herauf inmitten der Trümmer des alten, das
bereits stürzt. Noch einmal versucht das Vergehende um sich zu schlagen wie ein
ertrinkendes Ungeheuer. Doch das Morgenrot ist schon da! Die Finsternis muß nun
weichen. Roheit, Herrschsucht, Habgier, Gewalt und Widernatürlichkeit gehen
unwiderruflich zugrunde. Noch eine kleine Weile schlägt das Untier um sich –
doch sein Ende ist nahe, nichts hält das neue Licht auf. Wer sich dem Schatten
zuwendet, geht mit diesem unter. Das Licht des Neuen Zeitalters gleicht einer
Schwingung. Was dieser nicht entspricht, hört auf zu bestehen. So wie die Nacht
endet, wenn die Sonne emporsteigt. Die Schwingung des neuen Lichts ist gnadenlos
auf ihre Weise. Es kann
nicht anders sein. Sie wird diese Welt sehr verändern, und das sehr schnell.
Nichts von dem, was etwa in diesem 20. Jahrhundert bedeutsam erschien, wird noch
bedeutungsvoll sein. Es wird vergessen werden, niemand wendet sich mehr danach
um. Das Neue steigt auf: Die Sonne aus dem Morgenrot. Das Goldene Zeitalter
kehrt wieder: Klarheit, Wahrheit, Natürlichkeit – der magische Eros im reinen
Licht! Es dringt überall hin, erwärmt die Herzen, erhellt den Geist – und es
ist dennoch mitleidlos gegen jede Fäulnis des Gestern. Gegenüber dem
Verkehrten kennt es kein Erbarmen. Ideologische und religiöse Dogmen verfliegen
ins Nichts, als hätten sie niemals bestanden. Stolz und frei ist der kommende
Mensch – und der Gottheit des Lichts zugewendet. Geldeswert wird nichts mehr zählen.
Die sogenannte moderne Technik, heute noch hoch geschätzt, wird keiner mehr
anschauen. Doch Homer wird man mit viel Freude lesen, Botticellis Bilder lieben
und den Klängen von Tristan und Isolde lauschen. Die Begriffe der Macht indes
erhalten völlig neue Konturen.
Uralte
Legenden tauchen wieder auf aus den Nebeln der Zeit und nehmen Gestalt an:
Atlantis, Hyperborea, Mu, Lemuria. Ihre Sagen und Weishei-ten werden
wiedergefunden als die goldenen Tafeln, von denen die Seherin Volospa in der
germanischen Edda spricht, wir werden ergreifen mit Geist und Hand, wonach der
sumerische Held Gilgamesch strebte, als er die Insel der Seligen suchte. Auf
einmal wird sich uns vieles zeigen, was bisher im Verborgenen lag; und wir
werden begreifen den Sinn hinter dem Sinn! Der Blick vom Diesseits ins Jenseits
wird frei, wir erkennen und begreifen die höheren Sphären. Und wir alle
verstehen: Es gibt keinen
(
15 )
Magische
Erotik
(
IM SONNENAUFGANG DES NEUEN ZEITALTERS )
Tod.
Im astralen Liebesakt des magischen Eros schaffen wir selbst uns
Unsterblichkeit. So manches, was jetzt kaum begreiflich erscheint, wird uns
schnell selbstverständlich sein. Das Vergehende hingegen liegt bald unendlich
fern. Es ist so: Die Morgenröte eines neuen Äons steigt herauf! Wir wollen mit
ihr steigen, nicht mit dem Vergehenden fallen. Es ist an uns – es ist an Euch!
Das
Neue naht, doch es ist noch nicht vollendet. Aber der erste starke Schimmer der
Morgenröte überstrahlt schon die blutigen Feuer der verge-henden Zeit. Immer
mehr Menschen berührt das neue Licht. Sie wissen noch nicht recht, was es ist
– und erfühlen es doch. Denn in der Liebe zwi-schen Frau und Mann drückt es
sich aus, im astralen Eros unter dem ewigen Gesetz der Natur. Es ist an der
Zeit, über all dies zu sprechen, jetzt – im Sonnenaufgang des Neuen
Zeitalters.
*
„Einst gehen wir einem neuen magischen Zeitalter entgegen,
in
dem die Regentschaft der Liebesgöttin wird bestimmen.
Da
wird man das Geheimnis der kosmischen Hochzeit enträtseln.“
(Rudolph
II, deutsch-römischer Kaiser)