DER SCHLÜSSEL ZUR APOKALYPSE

(Offenbarung des Johannes)

CHRISTUS DEMASKIERT DEN ANTICHRISTEN

Petrus II

 

WIDMUNG

 

AN JESUS, DER LEBENDIGE MESSIAS, ZURÜCK UNTER UNS :

 

Am 13. Mai 1970 offenbarte Jesus die Apokalypse (Offenbarung des Hl. Johannes)
im Libanon

Gott sagt im Hohelied:

 

_Komm doch mit mir, meine Braut, vom Libanon,
komm doch mit mir vom Libanon, komm herein_.

Hld 4,8

Der Prophet Jesaja sagte VIII Jahrhunderte vor Christus:

_Der Libanon wird sich in einen Garten verwandeln

Und der Garten wird zu einem Wald.

An jenem Tag hören alle, die taub sind, die Worte eines Buches,

und die Augen der Blinden werden selbst im Dunkeln und Finstern sehen...

Denn der Unterdrücker ist nicht mehr da,

und ausgerottet sind alle, die Böses tun wollen_.

 

Jesaja 29,17-20

 

März 1995
Übarbeitet Januar 2001

 

Inhalt

 

 DER SCHLÜSSEL ZUR APOKALYPSE   PAGEREF _Toc76613810 \h 1

(Offenbarung des Johannes)  PAGEREF _Toc76613811 \h 1

CHRISTUS DEMASKIERT DEN ANTICHRISTEN   PAGEREF _Toc76613812 \h 1

WIDMUNG.... PAGEREF _Toc76613813 \h 1

Inhalt. PAGEREF _Toc76613814 \h 1

EINFÜHRUNG.... PAGEREF _Toc76613815 \h 2

KAPITEL 1... PAGEREF _Toc76613816 \h 3

Das Rätsel - Der Schlüssel PAGEREF _Toc76613817 \h 3

KAPITEL 2... PAGEREF _Toc76613818 \h 4

WIE OFFENBARTE JESUS DAS RÄTSEL   PAGEREF _Toc76613819 \h 4

KAPITEL 3... PAGEREF _Toc76613820 \h 7

VORSTELLUNG DES BUCHES   PAGEREF _Toc76613821 \h 7

KAPITEL 4... PAGEREF _Toc76613822 \h 10

ZUSAMMENFASSUNG DER GESCHICHTE   PAGEREF _Toc76613823 \h 10

4.1 Das Lager der Alliierten des Antichristen   PAGEREF _Toc76613824 \h 10

A - Satan   PAGEREF _Toc76613825 \h 10

B - Das Tier  PAGEREF _Toc76613826 \h 10

Die Macht des Tieres  PAGEREF _Toc76613827 \h 11

„Die Todeswunde“ des Tieres  PAGEREF _Toc76613828 \h 11

Zeit des Tieres und sein Zusammensturz  PAGEREF _Toc76613829 \h 11

C - Das andere Tier  PAGEREF _Toc76613830 \h 12

4.2 Das Lager der Alliierten Christi PAGEREF _Toc76613831 \h 12

A - „Der Reiter"  PAGEREF _Toc76613832 \h 12

B - „Die Frau"  PAGEREF _Toc76613833 \h 13

C - Die „zwei Zeugen"  PAGEREF _Toc76613834 \h 13

D - Der „Engel" der Apokalypse   PAGEREF _Toc76613835 \h 13

KAPITEL 5... PAGEREF _Toc76613836 \h 14

GRÜNDE DER UNKLARHEIT   PAGEREF _Toc76613837 \h 14

5.1 Die versiegelte Prophezeiung wird zur gegebener Zeit erläutert  PAGEREF _Toc76613838 \h 14

5.2 Die Verwicklung   PAGEREF _Toc76613839 \h 15

5.3 Die verschiedenen Wiederholungen   PAGEREF _Toc76613840 \h 15

5.4 Die verschiedenen Symbolen   PAGEREF _Toc76613841 \h 15

KAPITEL 6 ].. PAGEREF _Toc76613842 \h 16

ERLÄUTERUNG DER ZAHLEN UND SYMBOLEN   PAGEREF _Toc76613843 \h 16

6.1 Die Zahl „666"  PAGEREF _Toc76613844 \h 16

666 Goldtalente   PAGEREF _Toc76613845 \h 16

Symbol des Misserfolges  PAGEREF _Toc76613846 \h 16

Die Allianz der drei Partner des Bösens  PAGEREF _Toc76613847 \h 17

6.2 Die „42 Monate"  PAGEREF _Toc76613848 \h 17

6.3 Die „Hörner"  PAGEREF _Toc76613849 \h 18

6.4 Die „vier Pferde"  PAGEREF _Toc76613850 \h 18

6.5 Die apokalyptischen Waffen   PAGEREF _Toc76613851 \h 18

Die „Hagelbrocken" (die Bomben)  PAGEREF _Toc76613852 \h 18

Die „Pferde" (die Panzer)  PAGEREF _Toc76613853 \h 18

6.6 Der geographische Ort  PAGEREF _Toc76613854 \h 19

6.7 Die Eigenschaften des Tieres  PAGEREF _Toc76613855 \h 19

6.8 Die Wiederherstellung: ein neuer Himmel und eine neue Erde   PAGEREF _Toc76613856 \h 19

6.9 Das Reich Gottes auf Erde   PAGEREF _Toc76613857 \h 20

 

EINFÜHRUNG

Die Apokalypse oder Offenbarung des Hl. Johannes ist ein prophetisches Buch, welches Auskunft über die Ereignisse des 20. Jahrhunderts und deren Beteiligten gibt. Diese stürmische Zeit ist charakterisiert durch das Wiedererscheinen und die Niederlage des Tieres, der Antichrist, kurz vor der Rückkehr Christi.

 Das Buch wurde an Johannes, der Jünger Jesu, im Jahr 95 offenbart. Die Apokalypse ist eine „mit sieben Siegeln versiegelte Buchrolle" (Offb 5,1). Dies bedeutet, dass sie vollkommen geheim ist. Kein Mensch kann behaupten er könne die Botschaft entziffern (Offb 5,3). Jesus allein besitzt der Schlüssel zur Interpretation der darin enthaltenen Rätsel (Offb 5,5-7). Er, Jesus, wird sein Gesandter mit dem „aufgeschlagenen Büchlein" aussenden (Offb 10,1-2), um dessen Inhalt zum Zeitpunkt der Erfüllung der angekündigten apokalyptischen Ereignissen zu offenbaren (Offb 22,10).

 Diese Interpretation der Apokalypse ist nicht die Frucht einer persönlichen Anstrengung. Sie hätte ansonsten keinen Wert. Sie entstand aufgrund der erschütternden Offenbarungen, welche Christus einem libanesischen Priester gab. Jesus offenbarte ihm die ungeahnte Identität des _Tieres_ im Kapitel 13 der Apokalypse, um die Menschen guten Willens und alle wahren Gläubigen aufzuklären.

 Die Apokalypse kündigt die Rückkehr des Tieres, welches früher existierte, an (Offb 17,8).

 Auch Jesus kommt zurück, um es zu demaskieren, zu zerstören und das Reich Gottes wiederherzustellen (Offb 1,7/ 22,20).

 Dieses „Tier" ist der Antichrist, von welchem derselbe Johannes in seinen Briefen spricht (1 Joh 2,22/ 2 Joh 7). Die Offenbarung seiner Identität ist der Schlüssel zur Öffnung des „geschlossenen Büchlein" der Apokalypse, denn dadurch werden als logischer Schluss alle apokalyptischen Symbole deutlich.

 Der Autor dieser Schrift ist der Priester, dem der Herr Jesus dieser Schlüssel anvertraut hat. Die Offenbarung dieser Botschaft hatte hinterhältige Verfolgungen und Drohungen gegen ihn seitens vieler libanesischen Christen, Bischöfe und Priester im Dienste des Tieres zur Folge. Verführt von seiner List und aus Furcht vor seiner Macht, haben sie sich dem Tier unterworfen. Dadurch haben sie ihre edle Aufgabe und das Zeugnis für Jesus verraten (Mt 24,10-12).

 Nachdem sich die Kirche zugunsten des Tieres engagierte, musste sich der Empfänger der apokalyptischen Botschaft von ihr lossagen. Auch Petrus, der Apostel Jesu, musste gegenüber der Synagoge gleich reagieren und „Gott mehr gehorchen als den Menschen" (Apg 5,27-29).

 Dieser Schritt war für diesen Priester und diejenigen, die an seine Botschaft glaubten eine moralische Befreiung und eine geistige Wiederherstellung. Sie „beurteilten von selbst, was recht ist" wie es Jesus vorschrieb (Lk 12,56-57). Diese Pioniere der geistigen Befreiung kommen von verschiedenen Religionen und Gesellschaften. Durch ihr Glauben an die apokalyptischen Botschaft und die Liebe und Einheit unter ihnen, haben sie die von Petrus angekündigte „Wiederherstellung aller Dinge" ausgelöst (Apg 3,20-21).

 Diese Befreiung hat sie zu unabhängige Gläubige und echte Zeugen des wahren Messias Jesus von Nazareth gemacht.

  

KAPITEL 1

Das Rätsel - Der Schlüssel

 Die Apokalypse (Offenbarung des Johannes) enthält ein Rätsel: Ein geheimnisvolles Tier wird im Kapitel 13 erwähnt: _Ich sah: Ein Tier stieg aus dem Meer, mit zehn Hörnern...usw..._, sagt der Hl. Johannes.

 Wer ist dieses Tieres? Das ist das zentrale apokalyptische Rätsel. Die Menschen sind berufen dieses Tier zu erkennen. Einzig die Weisen und die Weitsichtigen werden es schaffen:

_Hier ist die Weisheit. Wer Verstand hat, berechne den Zahlenwert des Tieres. Denn es ist die Zahl eines Menschen, seine Zahl ist 666" (Offb 13,18).

 Dieses zentrale Rätsel ist der Schlüssel zum Verständnis aller apokalyptischen Rätseln. Durch seine Entdeckung, werden alle anderen Symbole klar.

 _Apokalypse_ kommt vom Griechischen „Apocalypse". Im griechischen beginnt das Buch mit diesem Wort und wurde deshalb so benannt. In der griechischen Sprache bedeutet _calypse_ decken, verstecken, verschleiern. _Apokalypse_ bedeutet im Gegenteil aufdecken, demaskieren oder das Geheimnisvolle offenbaren.

 Das Geheimnisvolle im Buch der Apokalypse ist die Identität des Tieres. Neunzehn Jahrhunderte lang - seit der Offenbarung der Apokalypse dem Hl. Johannes im Jahr 95 nach Christus - haben viele versucht das Geheimnis zu lüften. Alle diese menschlichen Anstrengungen waren umsonst. Am 13 Mai 1970, hat Jesus selbst das apokalyptische Geheimnis endlich enthüllt. Vor diesem Datum haben viele geglaubt, dass das Tier das Römische Reich symbolisierte, andere sahen darin der Teufel, andere der Kommunismus, Hitler oder die Atombombe. Keine dieser Erläuterungen entspricht aber der Beschreibung des Tieres in der Apokalypse. Kein Mensch kann die Identität des Tieres entdecken. Die Apokalypse selbst zeugt, dass niemand _im Himmel oder auf Erde_ durch eine persönliche Anstren-gung das Geheimnis erahnen kann. Nur Jesus hat diese Macht. Der Hl Johannes schreibt im Kapitel 5:

_Ich sah auf der rechten Hand dessen, der auf dem Thron sass (Gott), eine Buchrolle; sie war mit sieben Siegeln versiegelt (absolut geheimnisvoll). Und ich sah: Ein gewaltiger Engel rief mit lauter Stimme: _Wer ist würdig, die Buchrolle zu öffnen und ihre Siegel zu lösen? Aber niemand im Himmel, auf der Erde und unter der Erde konnte das Buch öffnen und es lesen (es verstehen). Da weinte ich (Johannes) sehr, weil niemand für würdig befunden wurde (fähig war), das Buch zu öffnen und es zu lesen (19 Jahrhunderte lang konnte niemand die Apokalypse erklären). Da sagte einer von den Ältesten zu mir: _Weine nicht! Gesiegt hat der Löwe aus dem Stamm Juda (Jesus); er kann das Buch und seine sieben Siegel öffnen (interpretieren)_ (Offb 5,1-5).

 Jesus alleine kann das Geheimnis der Apokalypse enthüllen. Deshalb ist dieses Buch mit sieben Siegeln versiegelt. In der prophetischen Sprache ist die Zahl sieben diejenige der Vollkommenheit. In anderen Worten ist das Geheimnis vollkommen verdeckt (siehe Jesaja 29,11).

 Die Apokalypse informiert uns weiter über eine wichtige Tatsache: Jesus wird dieses Buch öffnen, d.h. erläutern, indem er das Geheimnis einem speziellen Gesandten offenbart. Der Hl Johannes sieht dieser Mann in der Welt erscheinen in der Gestalt eines _Engels_ mit einem _aufgeschlagenen Büchlein_ in der Hand. Johannes sagt: _Ich sah einen anderen gewaltigen Engel aus dem Himmel herabsteigen... In seiner Hand hatte er ein aufgeschlagenes Büchlein_ (Offb 10,1-2). Dieses _aufgeschlagene Büchlein_ ist die Buchrolle, die in Gotteshand geschlossen war, da _mit sieben Siegeln verschlossen_; jetzt ist es aber _aufgeschlagen_ in der Hand des Engels, denn es ist erläutert und verständlich. Im Umfang ist die Apokalypse nur ein _Büchlein_. Die Worte _aus dem Himmel herabsteigen_ bedeuten, dass die Erklärung des Buches vom Himmel stammt.

 In der prophetischen Sprache bedeutet das Wort _Engel_ Gesandter. Es handelt sich also um einen Menschen. Jesus sagt dem Johannes, als er Botschaften an die Häupter der sieben Kirchen sendet: _An den Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe... (Offb 2,1)... An den Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe... (Offb 2,8) usw... Diese _Engel_ sind Menschen.

Jesus sendet sein Gesandter, um die Apokalypse zu erklären: _Ich, Jesus, habe meinen Engel (Gesandter) gesandt als Zeugen für das, was die Gemeinden betrifft_ (Offb 22,16). Es sind also zwei apokalyptische Gesandte zu unterscheiden: Der Hl. Johannes und der _Engel_, der später gesandt wird.

 Die apokalyptische Botschaft wurde dem Johannes in unverständlichen Symbolen übermittelt. Der Herr sagt ihm ausdrücklich, er solle sie nicht erläutern: _Halte geheim, was die sieben Donner gesprochen haben (die Botschaft der Apokalypse); schreib es nicht auf (erläutere es nicht)_ (Offb 10,4). Neunzehn Jahrhunderte später, als das Tier erschien, erschien auch Jesus wieder, um die Apokalypse zu erläutern. Er sandte seinen zweiten Bote mit dem entgegengesetzte klare Befehl, er solle das Rätsel lüften: _Versiegle dieses Buch mit seinen prophetischen Worten nicht. Denn die Zeit (der Wiederkunft Christi) ist nahe (das Tier ist erschienen)_ (Offb 22,10).

 Meine Aufgabe besteht also darin, gewissenhaft und treu über die Gründe zu informieren, die mich angeregt haben diese Botschaft zu verkünden.

Empfehlung

Es genügt nicht diesen Text zu lesen und ihn auf positiver oder negativer Weise zu kommentieren. Man muss den Text des Buches der Apokalypse (Offenbarung) in der Bibel selbst lesen. Es ist ein kleines Buch; man kann es in kurzer Zeit mit offenem Herzen zur Wahrheit und Offensichtlichkeit lesen... und erneut, mehrmals lesen.

 

KAPITEL 2

WIE OFFENBARTE JESUS DAS RÄTSEL

 Am 13 Mai 1970, erschien mir Jesus in Beirut (Libanon), um mir die Identität des Tieres zu offenbaren. Lange Jahre, vor dieser Vision, wurde ich aber durch verschiedene andere Visionen auf diese erschütternde Offenbarung, welche den Antichristen demaskiert, vorbereitet. Hier die wichtigsten davon:

 1 Jesus erschien mir im Jahre 1968 und fragte mich:

_Ich will dir ein Geheimnis offenbaren. Es wird dir viele Feinde schaffen. Nimmst du es an?_ Ich antwortete spontan: _Ja_. Er küsste mich mit Wärme und verschwand.

 2 Einige Monate später erschien Er mir erneut und sagte: _Zuerst will ich aber wissen, ob du fanatisch bist_. In diesem Moment wusste ich nicht was antworten. Endlich stotterte ich: „Falls fanatisch sein bedeutet auf blinder Weise an Dich glauben, dann bin ich es nicht. Ich weiss weshalb ich an Dich glaube". Er schaute mich an, gab keine Antwort und verschwand.

 Jahre später, begriff ich allerdings, dass Jesus sich besonders auf den Fanatismus der Christen gegenüber dem Islam und den Moslems bezog.

 3 Einige Monate später sagte mir Jesus:

_Viele, die das Zeichen des Kreuzes auf dem Gesicht machen, werden meine Prophezeiungen und meine Worte in der Bibel ablehnen. Sie berufen sich auf die Bibel, aber kümmern sich nicht danach. Und du, du wirst die Masken niederreissen_. In diesem Augenblick verstand ich nicht, was Jesus mit der letzten Bemerkung meinte.

 4 Am 28. April 1969 sagte mir der Herr:

„Informiere sie, dass jener, der sagt: „Heilig, heilig, heilig, Gott der Allmächtige, gesegnet sei der, der da kommt im Namen des Herrn", in seiner Seele den sehen wird, der ihm die Wahrheit offenbaren wird" (siehe Jesaja 6,4/ Mat 21,9).

 5 Am 4. Mai 1969, war ich im Kloster des Heiligen Retters in der Nähe von Sidon, im Süden Libanons. Während dem Mittagschlaf hatte ich folgende Vision: Die Bibel war im Kapitel 10 der Apokalypse geöffnet. Folgender Vers war in französischer Sprache besonders deutlich zu lesen:

_Du musst NOCHMALS prophezeien gegen viele Völker und Nationen und Sprachen und Könige_ (Offb 10,11).

 Die Worte _NOCHMALS_ waren in gross Buchstaben geschrieben und blinkten im gleichen Rhythmus wie mein Herzschlag, wie wenn sie verbunden wären. Dann erschien ein strahlender, mächtiger rechter arm, der auf meine Brust wies, und eine sehr mächtige Stimme sagte zu mir in arabisch: _Diese Mission ist dir anvertraut!_. In diesem Augenblick hörte ich ein Telefon läuten. Die Stimme sagte mir: „Dieses Telefon ist für dich. Jemand aus Beirut will mit dir reden. Dies soll für dich ein Zeichen sein, dass Ich es bin, der zu dir spricht". Ich stand nicht auf, um zu antworten. Da ich zu Gast in diesem Kloster war, hätte eine Mönch antworten sollen. Und das Telefon läutete weiter, während längerer Zeit.

 Ich wusste nichts vom Buch der Apokalypse, da ich es seit langer Zeit, ohne etwas zu verstehen, nur zweimal gelesen hatte. Ich hatte mir auch nichts vom Inhalt gemerkt und es sprach mich nicht an. Es war die Sache anderer Experten, es zu erläutern. Ich begnügte mich mit den Büchern des Alten Testaments, der messianischen Prophezeiungen, der Evangelien und der darin enthaltenen klaren Worte Jesu. Wie die meisten Leute &endash; auch unter den Priestern &endash; war ich vom Buch der Apokalypse nicht angezogen, wegen den darin enthaltenen geheimnisvollen Symbolen, welche die meisten Leser entmutigen.

 Diese Vision erschütterte mich. Ich öffnete gleich das Kapitel 10 der Apokalypse. Ich war tief betroffen, als ich diesen apoka-lypti-schen Vers in der Bibel, dort fand, wo ich ihn in der Vision gesehen hatte. Das Wort „nochmals" war allerdings nicht gross geschrieben. Ich wusste nicht was denken: „Vielleicht will der Teufel mich überzeugen, dass ich eine wichtige Person bin", dachte ich. Ich hatte angst und habe mich mit dem Rosenkranz in der Hand der Jungfrau zugewandt: „Du bist meine Mutter; erleuchte mich". Und ich eilte in den Garten, um dort den Rosenkranz zu beten. Als ich bei der Tür zum Garten war, rief der Pförtner zu mir: „Pater, wo waren sie? Warum haben sie nicht das Telefon abgenommen? Jemand aus Beirut suchte sie". Überrascht antwortete ich, dass ein Mönch hätte antworten sollen. Diese Intervention des Pförtners brach mich noch mehr in Verlegenheit. Es war nochmals ein offensichtliches Zeichen einer himmlischen Aktion.

 Zu jener Zeit verstand ich nicht weshalb man „nochmals gegen...prophezeien muss..."Diese Vision war mein erster tiefer Kontakt mit diesem kleinen Buch. Er liess mich aber kalt und entschlossen es zu ignorieren.

 6 Am 19. April 1970, fragte mich Jesus:

_Warum habe ich Maria, unsere Mutter, für die Erscheinung nach Fatima gesandt und nicht anderswohin? Wenn du Weisheit hat, dann antworte mir_.

 Überrascht wusste ich nicht was antworten. Nach einem kurzen Nachdenken sagte ich scheu: _Ich weiss es nicht_.

Jesus erwiderte freundlich: „Denke noch nach". Als er sah, dass ich in Verlegenheit nach einer Antwort suchte, sagte er mit einem Lächeln: _Um sie zu taufen_.

 Fatima zu taufen!? Es ist der Name der Tochter des Propheten Mohammed. „Ist es die Bekehrung der Moslems?", dachte ich.

 _Fatima_ ist ein Dorf im Portugal, wo die heilige Jungfrau im Jahr 1917 erschienen. Sie gab dort eine wichtige Botschaft, die bis heute geheim geblieben ist, obwohl die Jungfrau dem Vatikan den Auftrag gab, das Geheimnis im Jahr 1960 zu offenbaren. Das _Geheimnis von Fatima_, welches von den Papst nicht offenbart wurde, und das Geheimnis der Apokalypse sind diesel-ben. Der Name dieses Dorfes stammt von _Fatima_, die Tochter eines moslemischen Emirs, die sich im XII. Jahrhundert im Portugal taufen liess, zur Zeit der christlichen _Rückeroberung_ des Portugals und Spaniens. Sie starb kurz nach ihrer Heirat mit dem Prinz Gonzalo Herminguès, ihr christlicher Ehemann. So gab er diesem Dorf, wo die Heilige Jungfrau erschien, ihren Namen. Dieses Dorf ist also ein Symbol für eine wichtige Taufe. Fatima ist auch der Name der Tochter des Propheten Mohammed, die von den Schiiten besonders verehrt wird. Sie wird als _Mutter der schiitischen Moslems_ bezeichnet. Fatima stellt also die Moslems dar, und insbesondere die Schiiten, die aufgrund ihres legitimen Kampfes gegen das Tier der Apokalypse von Gott geliebt sind. Durch diesen Kampf findet die Taufe Fatimas, Symbol der Moslems, statt. Unsere Mutter Maria erschien in Fatima, um vor der ganzen Welt zu zeugen, dass das mosle-mische Engagement gegen Israel vom Himmel gesegnet ist . Die Christen selbst müssen durch diese Taufe gegen, um gerettet zu werden.

 7 Am 12. Mai 1970, erschien mir Jesus an der Tür zum Balkon meines Zimmers in Beirut. Ich war im Bett. Mit erzürntem Blick, herausgestreckter Brust und erhobenem Haupt schaute er nach dem Süden Libanons und sagte in arabisch:

_Ich werde deine Abscheu nicht verschweigen, O Israel_.

 8 Am 13. Mai, offenbarte mir Jesus endlich in einer kurzen Vision das angekündigte Geheimnis: Als ich am frühen Morgen aufwachte sah ich einen Mann aus Licht behauen in weissem strahlendem Marmor. Er stand neben meinem Bett. Er strahlte eine tiefe Ruhe, eine Gewissheit und eine unbesiegbare Macht aus. Er sagte zu mir und durch mich zur ganzen Welt:

_Heute ist der 13. Mai, Tag der Erscheinung unserer Frau von Fatima (im Jahre 1917). Öffne das Kapitel 13 der Apokalypse: Das Tier ist Israel_.

 Gleich danach verschwand Er wieder, nachdem Er mir auf diese Art den Schlüssel zu den apokalyptischen Geheimnissen anvertraute. Ich war ganz alleine, und fühlte mich vor dieser bestürzende Offenbarung auch alleine, insbesondere weil ich pro-Israeli war. Das Tier ist Israel!? Mein Gott, welch ein Wort!

 Während Er redete versuchte ein teuflischer Lärm die Botschaft, die dennoch wie ein Murmeln in mein Ohr eindrangt, zu stören. Dieser satanischer Eingriff endete aber plötzlich und ich hörte auf klarer und verständlicher Weise die Worte: „Öffne das Kapitel 13 der Apokalypse: Das Tier ist Israel". Diese Vision dauerte kaum eine Minute. Sie stürzte aber mein ganzes Leben um, wie Paulus damals auf seinem Weg nach Damaskus.

 Nach der Vision, stand ich bestürzt auf und öffnete das Kapitel 13 der Apokalypse. Ich hoffte kein Tier zu finden, um so mehr, dass ich Sympathie für Israel hatte; ich betrachtete ihn als Retter der Christen gegen die Moslems.

 Ich war erschüttert, als ich entdeckte, dass darin tatsächlich die Rede von einem _Tier mit sieben Köpfen und zehn Hörnern_ war. Das Tier bekam _eine grosse Macht... Einer seiner Köpfe sah aus wie tödlich verwundet; aber die tödliche Wunde wurde geheilt. Und die ganze Erde sah dem Tier staunend nach_ (Offb 13,3). Alle meinten niemand sei fähig sich mit dem Tier zu messen: _Wer ist dem Tier gleich, und wer kann den Kampf mit ihm aufnehmen?_ (Offb 13,4). Einzig die Auserwählten Gottes, deren Name _eingetragen ist ins Lebensbuch des Lam-mes_ werden es bekämpfen. Es leuchtete mir ein, dass Israel diese grosse Macht hat, und dass diese _tödliche Wunde_ sich auf die Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 n. Chr. bezog und offensichtlich auch an die Mordtaten Hitlers. Die grosse Mehrheit der Menschen ist tatsächlich durch Israel geblendet, und alle sind der Meinung, dass niemand diesen Staat bekämpfen kann. Einzig die Kinder Fatimas widerstehen ihm.

 Im gleiche Kapitel, weiter vorne, lass ich über _ein anderes Tier... im Dienste des ersten Tieres. Die ganze Macht des ersten Tieres übte es vor dessen Augen aus. Es brachte die Erde und ihre Bewohner dazu das erste Tier anzubeten, dessen tödliche Wunde geheilt war... Kaufen oder verkaufen konnte nur, wer das Kennzeichen des Tieres trug_ (Offb 13,11-17). Damit ergab sich folgende Schlussfolgerung: Wenn Israel das erste Tier ist, dann kann das zweite Tier nur Amerika, das Israel schützt und bewaffnet, sein. Ich verstand welches die _Feinde_ waren, die ich mich _schaffen_ werde und wer die _vielen Völker und Nationen und Sprachen und Könige gegen die ich nochmals prophezeien musste_ sind. Denn die Prophezeiung gegen Israel wie sie die Propheten und Jesus aussprachen, ist heute verloren gegangen (siehe beispielsweise: Jesaja 1,24/ Jeremia 2,26-37/Mich 3,9-14/ Matthäus 23,33-37/ Johannes 8,44).

 Über diese Einzelheiten war ich verblüfft, denn ich spürte die Wahrhaftigkeit der Botschaft und seine Bedeutung. Nach dieser Vision und dieser Lektüre befand ich mich alleine in einer Welt der Stille. Ein grosser Ernst überfiel mich, und ich hatte das Bedürfnis nach langem und tiefem Gebet.

 Ein Sturm von Gedanken tobte in mir: „Ich bin Priester, und als solcher muss ich mich nicht mit Politik befassen", dachte ich. Andererseits wurde es mir klar, dass das israelische Problem nicht nur politisch war, denn Israel lehnt es ab Jesus als wahrer und einziger Messias zu anerkennen. Und obwohl der erste Bund gebrochen wurde (Jeremia 31,31-33), behauptet Israel immer noch einen göttlichen Anspruch auf Palästina zu haben, unter dem Vorwand es sei das verheissene Land für die Juden.

 Damit verstand ich, dass den Israelis ein biblisches Recht auf Palästina anzuerkennen einem Verrat gegenüber Jesus gleichkam. Denn es war ein Gegen-Zeungnis für seinen geistigen, weltweiten Messianismus. Das Problem hatte wohl eine geistige Dimension. Man brauchte Unterscheidungsvermögen und Weisheit, um das Tier zu erkennen: „Hier ist die Weisheit", sagt die Apokalypse (13,18).

 Alle diese Gedanken waren mir lästig wegen der starken und gefährlichen entgegengesetzten Bewegung, gegen die ich mich stellen musste. Ich verstand, dass dies das Geheimnis war, das Jesus mir offenbaren wollte, welches mir viele Feinde bringen sollte. In meinem Herzen hörte ich ihn wieder fragen: „Für mich, nimmst du es an?" Ich habe meine Bejahung wiederholt und diesem Mal war es mir klar, weshalb ich „nochmals gegen viele Völker und Nationen und Sprachen und Könige prophezeien sollte".

 Meine Freunde und meine eigene Familie, insbesondere diejenigen, die mir am nächsten standen und am liebsten waren, stellten sich gegen mich, als ich ihnen davon erzählte. Dies bestätigte die Warnung Jesu und ich dachte über seine Worte an die Apostel nach: „Und die Feinde des Menschen werden seine eigenen Hausgenossen sein" (Mt 10,36).

 Zu jener Zeit wusste ich noch nicht, dass dies nur der Anfang eines langen Kampfes war. In der Tat, stieg der Hass mir gegenüber, als ich erzählte, was mir der Herr am 15. Mai 1970 in arabisch sagte:

„Hüte dich davor, deine Hände mit dem Blut des Palästinensers zu beschmutzen: er und Ich sind eins; Ich werde wie er von den Israelis zurückgeworfen".

 Dann zog er einen Mann zu sich hin und sagte: „Siehst du die Ähnlichkeit nicht?" Die beiden Gesichter waren in der Tat vollkommen ähnlich.

 Von diesem Moment an begann ich mit neuem Interesse und in einem neuen Licht die Apokalypse mehrmals durchzulesen. Je mehr ich vorwärts kam et je mehr ich auch las, um so mehr wurden die geheimnisvollen Symbolen stufenweise deutlich. So verstand ich unter anderem mit Bestürzung, dass der „neue Name" Jesu heute „Palästinenser" ist: „Wer siegt, ... ich werde auf ihn den Namen meines Gottes schreiben... und meinen neuen Namen schreiben", sagt Jesus (Offb 3,12). Und dies zum grossen Skandal für „viele Völker und Nationen und Sprachen und Könige", mit den Christen und den religiösen Führern an der Spitze.

 Am Pfingstsonntag des gleichen Jahres wurde ich durch die palästinensischen Mitglieder meiner Kirchgemeinde an die Ausstellung des Palästinenser Malers Ismail Shammout eingeladen. Es war der 17. Mai. Ich nahm diese Einladung an, um einen ersten Schritt in die palästinensische Welt, die ich bis anhin immer ignoriert hatte, zu machen. Dort wurde ich durch ein Bild tief erschüttert: es zeigt einen Mann mit einem stolzen und starken Gesicht, einer nackten breiten Brust. Seine Augen leuchten aus Reinheit und Gerechtigkeit. Er steht da mit Stolz und Zorn und seine Hände waren auf dem Rücken gefesselt. Das Licht reflektiert sich auf seinem Gesicht und seiner Brust. Er ist von israelischen Soldaten umgeben, die in seinem Schatten stehend und mit Furcht die Waffen auf ihn richten; sie sind kleinlich (siehe Eingangsseite dieses Dokument auf der Website).

 Alles ist voller Widersprüche in diesem Bild: er ist gefangen, aber er siegt; sie meinen sie seien die Sieger, erscheinen aber besiegt; er ist Richter, sie sind gerichtet. Ich habe den Mann lange betrachtet. Es war das Gesicht Jesu, als Er auf meinem Balkon mit Zorn in Richtung Süden schaute und Israel drohte. Es war auch das Gesicht das ich zwei Tage früher neben demjenigen Jesu sah und das Ihm so ähnlich war. Auf der Stelle hörte ich die Stimme des Meisters:

„So stand auch ich vor dem hohen Priester, als er mich herausfordernd fragte, ob ich der Messias sei, der Sohn Gottes. Nach meiner starken und sicheren Bejahung wurde er und die seinen rot vor Zorn und verurteilten mich zum Tod".

 Ich wollte sofort mehr über dieses Bild erfahren. Der Maler sagte mir: „Dieser Mann ist Mahmoud Hejazi, der erste „Fedayn". Er ist jetzt in Palästina in israelischer Gefangenschaft".

 Zwei Jahre später hatte ich das Glück, Mahmoud zu treffen, der gerade befreit wurde. Wir umarmten uns warm. Es erinnerte mich an die liebevolle Umarmung des Herrn, als ich die Offenbarung des Geheimnis mit dem Preis der Verfolgungen akzeptierte.

 Am 20 Mai. 1970, sagte mir Jesus erneut:

„Ja, der Palästinenser ist der Stein des Anstosses".

 Bis dahin war ich dem Drama der Palästinenser gegenüber völlig gleichgültig geblieben. Mit diesen Offenbarungen war mein Interesse erwacht, und ich versuchte dieses Volk besser kennenzulernen und den tiefen Sinn ihres Notschreis zu verstehen. Ich habe gelernt, es zu lieben wegen der grossen Ungerechtigkeit, die es erleidet und es mit Jesus identifiziert.

 Viele andere göttlichen Zeichen haben mir erlaubt die Botschaft der Apokalypse, die ich heute berufen bin zu offenbaren, zu verstehen. Was hier geschrieben ist, genügt zur Information eines Mannes guten Willens, der genaue Angaben über die Erscheinungen wünscht. Ich hoffe, damit dem Leser die Gelegenheit zu geben, die Situation auf der geistigen Ebene, wie von Jesus offenbart zu verstehen und nicht auf politischer Weise, gemäss den Vorstellungen der Menschen und einer mitschuldigen Presse.

 Auf diese Weise wurde mir der Schlüssel zur Apokalypse übermittelt. Ich bin heute berufen dieses „Büchlein", welches so lange geheimnisvoll blieb, zu erläutern. Wie es die Apokalypse betont, braucht es _Weisheit und Verstand_ (Offb 13,18), um diese allerdings so klare und einfache göttliche Offenbarung zu akzeptieren. Es braucht Glaube, Liebe zur Wahrheit und Gerechtigkeit, und auch Mut, um der politischen Ausrichtung Israels von _vielen Völker und Nationen und Sprachen und Könige_ entgegenzutreten.

 Mit diesem _Schlüssel_ können die _sieben Siegel_ geöffnet werden und der ganze Symbolismus der Apokalypse wird deutlich. Da die von der Apokalypse vorausgesag-te Zeit gekommen ist, hat Jesus dessen Geheimnis offenbart, um die Menschen guten Willens - von allen Rassen und Religionen - und die Juden selbst, von der Verführung Israels zu befreien.

 Es ist noch wichtig, zwei Punkte zu unterstreichen, die man früher oder später anerkennen wird:

 1 &endash; Die Apokalypse, ein verhülltes Buch, wurde uns nicht gegeben, um verschwommen und unverstanden zu bleiben. Man würde den praktischen und erlösenden Sinn davon nicht sehen.

 2 &endash; Die Interpretation diese Buches kann nicht eine rein menschliche Angelegenheit sein. Durch göttliche Offenbarung wurden uns seine Symbole gegeben, auf gleicher Weise erhalten wir auch die Erklärung der Symbole (Offb 5,1-5).

 Darum will ich nicht einer von denen sein, die mit einer neuen persönlichen Interpretation der Apokalypse auftreten. Es wird von mir verlangt, dass ich informiere und treuer Zeuge einer göttlichen Offenbarung bin.

 Am Ende sagte mir Jesus, was früher schon dem Propheten Ezechiel gesagt wurde:

„Menschensohn, du sollst meine Worte zu meinem Volk reden, ob sie es hören oder ob sie es lassen..." (Ez 2).

 

KAPITEL 3

 VORSTELLUNG DES BUCHES

 Die Apokalypse enthält die Prophezeiungen über die Rückkehr und die endgültige Niederlage Israels. Dieser Staat wird nie mehr erscheinen. Es ist das Ende seiner Zeit. Jesus nannte dies _das Ende der Zeiten der Heiden_ (Lk 21,24), d.h. das Ende der Zeiten des Antichristen, und gemäss Paulus das Ende _der geheimen Macht der Gesetzwidrigkeit am Werk_ (2 Thess 2,7-8). Jesus offenbarte die Apokalypse des Johannes, um die Seinen zu warnen. Dieses Buch beginnt, in der Tat, wie folgt:

 _ Offenbarung (Apokalypse) Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hat , damit er seinen Knechten (die Gläubigen) zeigt, was bald geschehen muss; und er (Jesus) hat es durch seinen Engel, den er sandte, seinem Knecht Johannes gezeigt (Offb 1,1)... Selig, wer diese prophetischen Worte vorliest und wer sie hört und wer sich an das hält, was geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe_ (Offb 1,3).

 Im Jahr 95 n. Chr. war der Hl. Johannes, wie viele Christen, durch den Kaiser Domitian auf die Insel Patmos ins Exil gesandt. Auf dieser Insel hatte er die vielen apokalyptischen Visionen:

_Ich, Johannes, ... ich war auf der Insel Patmos um des Wortes Gottes willen_ (Offb 1,9).

 Er wiederholt zweimal, dass er von Christus den Befehl bekam, seine Visionen in einem Buch zu schreiben: _Schreib das, was du siehst, in ein Buch, und schick es an die sieben Gemeinden..._ (Offb 1,11). _Schreib auf, was du gesehen hast: was ist und was danach geschehen wird_ (Offb 1,19). Dieses von Johannes geschriebene Buch ist die Apokalypse. Man muss feststellen, dass hier die Rede von zwei Zeitabschnitten ist: _Was ist_ und dann _was danach geschehen wird_. Der zweite Zeitabschnitt betrifft eine zukünftige besondere Zeit. Es ist unsere Zeit.

 Dieses Buch, welches 22 Kapitel enthält, lässt sich also in zwei deutliche Teile aufteilen: Der erste Teil betrifft die Zeit Johannes _was ist_, und der zweite Teil betrifft eine zukünftige Periode, _was danach geschehen wird_. Die Aufgabe des zweiten apokalyptischen Gesandten ist spezifisch: Die Prophezeiungen über diese zweite Zeitperiode zu erklären. _Das Zukünftige_ ist heute erfüllt und aktuell.

  

Der erste Teil

 Der erste Teil besteht aus den Kapitel 1 bis 3 und ist den sieben wichtigsten durch Johannes gegründe-ten Kirchen in Kleinasien (Türkei) gewidmet. Er enthält Ermahnungen zum Glauben.

 Dieser erste Teil, im Gegensatz zum Zweiten, ist gut strukturiert. Der Text ist klar, auf logische und geordnete Art geschrieben und deshalb auch verständlich. Wir werden diese drei Kapitel nicht weiter behandeln, da sie nicht das Ziel dieser Studie sind.

 

Zweiter Teil

 Dieser Teil erstreckt sich vom Kapitel 4 bis 22. Er unterscheidet sich sehr stark vom ersten Teil und beginnt wie folgt: _Danach sah ich: Eine Tür war geöffnet am Himmel; und die Stimme... sagte: Steige hierher empor, und ich werde dir zeigen, was nachher geschehen muss_ (Offb 4,1). Es handelt sich also hier, um zukünftige Ereignisse, die in Offb 1,19 bereits erwähnt wurden.

 Einige meinen, die Kapitel des zweiten Teiles seien, wie die ersten, gültig für alle Zeiten und alle Orte und dass darin die Rede vom Kampf gegen das Böse im Allgemeinen sei. Dies ist nicht der Fall, denn Gott bezeichnet eine spezifische Zeit nach derjenigen Johannes und ein bestimmter Ort, nämlich Palästina, wie es aus den folgenden Versen herausgeht:

 Eine spezifische Zeit und ein bestimmter Ort

 1 _Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hat, damit er seinen Knechten zeigt, was bald geschehen muss_ (1,1).

 2 _Schreib auf, was du gesehen hast: was ist und was danach geschehen wird (die Wiederkehr des Tieres)_ (1,19).

 3 _Steige hierher empor, und ich werde dir zeigen, was nachher (nochmals die Rückkehr des Tieres) geschehen muss_ (Offb 4,1).

 4 _Danach sah ich einen Engel (Jesus)... er trug eine schwere Kette... Er überwältigte den Dra-chen... für tausend Jahre... Er warf ihn in den Abgrund... bis die tausend Jahre vollendet sind. Danach muss er für kurze Zeit freigelassen werden_ (Offb 20,1-3). _Wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis freigelassen werden. Er wird ausziehen, um die Völker zu verführen_ (Offb 20,7).

 5 _Das Tier war einmal und ist jetzt nicht; es wird aber aus dem Abgrund heraufsteigen und dann ins Verderben gehen_ (Offb 17,8).

Drei Punkte sind hier wichtig:

1. Das _Tier_ existierte in der Vergangenheit (_Es war_), vor der Redaktion der Apokalypse. Dies trifft weder mit dem Kommunismus, noch mit dem Islam oder Hitler oder auch nicht mit den Nuklearwaffen zu.

2. Das _Tier_ existiert nicht mehr als Johannes schreibt (_es ist jetzt nicht_). Es symbolisiert also nicht das Böse im Allgemeinen, da dieses immer existiert. Es trifft auch nicht mit dem Römischen Reich zu, wie es viele Schriftgelehrten behaupten, denn dieses Reich existierte noch im Jahr 95.

3. Nach der Zeit Johannes wird es _aus dem Abgrund heraufsteigen_. Seine Rückkehr fällt mit der Befreiung Satans zusammen (20,7). Beide steigen aus dem _Abgrund_ empor (11,7/ 20,1-3).

 6 „Sieben Engel mit sieben Plagen, den sieben letzten; denn in ihnen erreicht der Zorn Gottes

sein Ende" (gegen das Tier indem er es zerstört) (Offb 15,1).

 7 „Zehn Könige, die noch nicht zur Herrschaft gekommen sind; sie werden aber königliche Macht für eine einzige Stunde erhalten (in Zukunft), zusammen mit dem Tier_ (Offb 17,12).

 8 „Vier Engel am Eufrat (Irak), die auf Jahr und Monat, auf Tag und und Stunde bereitstanden_ (Offb 9,15). Es handelt sich, um einen bestimmten Ort und einem spezifischen, historischen Zeitpunkt.

 Dies passt sehr gut zum internationalen Krieg gegen den Irak. In der Tat, hatten die USA und die Alliierten in Europa im Jahr 1989 dieses Land mit einer militärischen Intervention gedroht und haben dabei sogar ein Ultimatum fixiert: Mitternacht (die Stunde), vom 15 (der Tag) Januar (der Monat), 1990 (das Jahr). Diese Drohung wurde sofort nach Mitternacht des angekündigten Tages in die Tat umgesetzt. Dieser internationale Krieg gegen dieses Landes des Eufrats ist ein unbestreitbares apokalyptisches Zeichen für diejenigen, die den prophetischen Geist haben. Es ist der einzige Krieg in der Weltgeschichte, der im voraus auf die Stunde, den Tag, den Monat und das Jahr genau angekündigt wurde. Dies ist eine laute apokalyptische Posaune. Nur die Tauben hören sie nicht. Um die Bedeutung dieses Ereignis zu unterstreichen, wird der Eufrat ein zweites Mal erwähnt: "Der sechste Engel goss seine Schale über den grossen Strom, den Eufrat..." (16,12).

 9 "Der Herr über den Geist der Propheten, hat seinen Engel gesandt, um seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen muss. Siehe ich komme bald_ (Offb 22,6-7). Diese Ereignisse sind also die Zeichen der Zeit der Wiederkunft Christi. Es höre, wer Ohren hat!

 10 Die drei folgenden Verse zeigen, dass die apokalyptischen Ereignisse sich vor allem auf einer geistigen Ebene abspielen: es ist der endgültige Krieg zwischen Christus und den Seinen gegen den Antichristen und die Seinen. Dieser Kampf wird sich in einem bestimmten geographischen Ort, nämlich in Palästina und insbesondere in Jerusalem, abwickeln:

1. _Die Heiden werden die heilige Stadt zertreten, zweiundvierzig Monate lang_ (Offb 11,2).

2. "Das Tier, das aus dem Abgrund heraufsteigt, wird sie bekämpfen und töten. Und ihre Leichen bleiben auf der Strasse der grossen Stadt liegen... dort wurde auch ihr Herr gekreuzigt..." (11,8). Jesus wurde in Jerusalem gekreuzigt.

3. _Wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis freigelassen werden. Er wird ausziehen, um die Völker an den vier Ecken der Erde zu verführen und zu sammeln...über die weite Erde (Palästina) und sie umzingelten das Lager der Heiligen und Gottes geliebte Stadt (Jerusalem)_ (Offb 20,7-9).

  

Das Tier ist der Antichrist

 Alle Interpreten der Bibel sind sich einig, dass das Tier der Apokalypse auch der Antichrist, von welchem Johannes spricht oder der von Paulus vorausgesagte Sohn des Verderbens oder Widersacher (von Christus: der Antichrist) ist. Er muss kurz vor der Wiederkunft Christi erscheinen. Johannes sagt:

_Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der da leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichris-t_ (1 Joh 2,22).

 Die Israelis sind die Einzigen, die leugnen „dass Jesus der Christus", der Messias Gottes ist. Der Islam glaubt an diese Wahrheit. Der Koran anerkannt zudem, dass Jesus „das Wort Gottes und der Geist Gottes" ist (Koran III; Sippe Imrans, 45).

 Paulus sagt: _Lasst euch nicht so leicht aus der Fassung bringen... als sei der Tag des Herrn schon da... Denn zunächst muss der Abfall kommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit offenbart werden, der Sohn des Verderbens, der Widersacher (Antichrist)... Entsinnt ihr euch nicht, dass ich euch dies gesagt habe, als ich noch bei euch war?_ (2 Thess 2,1-5).

 Die apokalyptischen Zeiten sind also durch das Wiedererscheinen des Tieres in Palästina, und im Herzen Jerusalems, um den Endkampf gegen Christus zu führen, erkennbar (Offb 17,8). Dieser wird ihn besiegen und der Antichrist wird für immer verschwinden (Offb 17,8). Dies bestätigt die Worte Jesu zu seinen Aposteln betreffend dem Ende der Zeit. Er sagt im Lukas-Evangelium: _Wenn ihr aber seht, dass Jerusalem von einem Heer eingeschlossen wird, dann könnt ihr daran erkennen, dass die Stadt bald verwüstet wird_ (Lk 21,20). Lasst uns auch erkennen, dass die Zeit der Wiederkunft Jesu gekommen ist.

 Im Gleichnis des Feigenbaumes, sagt Jesus, wir sollten die Zeit in welcher das Tier kurz vor seiner Wiederkunft erscheint, erkennen:

_Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr das alles seht (das Tier in Palästina): Er (der Menschensohn, Jesus) steht nahe vor der Tür_ (Mt 24,32-33).

 Es ist also dringend! Man muss die Identität des Tieres erkennen, um festzustellen, dass die Stunde der Wieder-kunft Christi gekommen ist.

 Die Apokalypse, ein Buch des Gerichtes

 Das Buch der Apokalypse ist ein Buch des Gerichtes: Es verurteilt das Tier und seine Verbündeten (Offb 14,9-11), gibt aber ewiges Leben, denjenigen, die es demaskieren und bekämpfen. Das Gericht ist wie folgt dargestellt:

_Dann sah ich einen grossen weissen Thron und den, der auf ihm sass... Und Bücher (die heiligen Schriften) wurden aufgeschlagen. Und noch ein Buch (die Apokalypse) wurde aufgeschlagen, das ist das Buch des Lebens; und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben stand_ (Offb 11-12).

 Diese "Toten" stellen die ganze Menschheit, die sich in der tödlichen Finsternis des Unwissens befindet, dar. Es handelt sich nicht, um die Seelen, welche die Erde für das Jenseits verlassen haben. All diejenigen, die bereits hier auf Erde die Botschaft dieses aufgeschlagenen Buch hören und es in ihrem Leben umsetzen, kommen zum geistigen Leben zurück: "Selig, wer diese prophetischen Worte vorliesst und wer sie hört und wer sich an das hält, was geschrieben ist..." (1,3). Jesus hat früher schon dieselbe Sprache verwendet: "Die Stunde kommt, und sie ist schon da, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden; und alle, die sie hören, werden leben" (Joh 5,25). Es geht selbstverständlich darum zum geistigen Leben zurückzukehren. Dies ist die „erste Auferstehung", von welcher die Apokalypse spricht (20,5). Also schenkt das „aufgeschlagene Büchlein" dieses Leben, all denjenigen, die hören und „die Ohren haben, um zu hören, was der Geist" der ganzen Welt sagt (Offb 3,22).

 Dieses Buch, das _noch_ aufgeschlagen wurde - nach den anderen - ist die Apokalypse, die geschlossen und _mit sieben Siegeln versiegelt war in der rechten Hand dessen, der auf dem Thron sass_ (Offb 5,1). Es wurde nach den anderen biblischen Büchern geöffnet, da es das letzte Buch ist, welches verstanden wurde. Heute, wie damals mit den ersten Aposteln, kommt Jesus zu seinen neuen Aposteln zurück, um „ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift zu öffnen", und insbesondere für das Verständnis der Apokalypse (Lk 24,45).

 Zu bemerken ist, dass _der, der auf dem weissen Thron sass_ im Kapitel 20,11, keine Buchrolle mehr in der Hand besitzt wie im Kapitel 5,1. Der Grund dafür ist, dass _das Lamm (Jesus) heran trat und das Buch aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron sass empfing_ (Offb 5,7). Er hat es dem Engel _der in der Hand ein kleines, aufgeschlagenes Buch hält_ (Offb 10,2) gegeben, wie bereits im Kapitel I erläutert. Dieses Büchlein ist die Apokalypse. Es ist klein im Volumen, aber gross in der Weisheit.

Das Gericht der Welt beginnt mit der Öffnung dieses _Büchlein_ (Offb 10,2): Diejenigen, die das Tier, den Antichristen, unterstützen widersetzten sich Christus, auch wenn sie Christen sind; und diejenigen, die es bekämpfen, schliessen sich der Heer Christi an, auch wenn sie Heiden sind. Das göttliche Gericht vollzieht sich durch den Sieg Jesu und der Seinen und durch die endgültige Niederlage des Tieres und dessen Alliierten: „Die zehn Hörner bedeuten zehn Könige... Sie sind eines Sinnes und übertragen ihre Macht und Gewalt dem Tier. Sie werden mit dem Lamm Krieg führen, aber das Lamm wird sie besiegen... mit den Berufenen, Auserwählten und Treuen... (17,12-14)... Dann sah ich das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, um mit dem Reiter (Jesus) und seinem Heer Krieg zu führen. Aber das Tier wurde gepackt und mit ihm der falsche Prophet, der im Dienste des Tieres Wunder getan hatte... Bei lebendigem Leib wurden beide in den See von brennendem Schwefel geworfen_ (Offb 19,19-20).

 Zwei sich bekämpfende Lager lassen sich hier deutlich unterscheiden: das Lager des Tieres gegen das Lager des Reiters.

 Die Alliierten des ersten Lagers sind: Der Drache, das Tier, die zehn Könige und ihre Heere.

 Die Alliierten des zweiten Lagers sind: Der Reiter, sein Heer, die Frau, die zwei Zeugen und der Engel.

 Das folgende Kapitel enthält mehr Erläuterungen zu den Alliierten.

 

KAPITEL 4

ZUSAMMENFASSUNG DER GESCHICHTE

 Die apokalyptischen Ereignisse und deren Beteiligten werden auf symbolischer, ungeordneter und verwickelter Weise dargestellt, damit sie erst bei der Öffnung des Büchleins verstanden werden. Hier nun eine Zusammenfassung der Geschichte und der darin Beteiligten:

 4.1 Das Lager der Alliierten des Antichristen

A - Satan

 Bei seinem ersten Kommen hat Jesus den Teufel gefesselt:

„Jetzt ist das Gericht über diese Welt. Jetzt wird der Fürst dieser Welt hinabgeworfen werden" (Joh 12,31).

 Die Apokalypse kündigt die Befreiung des Teufels, tausend symbolische Jahre danach, an:

„Ich sah einen Engel (Jesus) vom Himmel herabsteigen... er ergriff den Drachen, den Teufel, und legt ihn in Fesseln für tausend Jahre... Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Kerker losgelassen werden. Und er wird ausziehen, um die Völker zu verführen, die an den vier Ecken der Erde sind, den Gog und Magog, um sie zum Kriege zu sammeln... Sie zogen herauf über die weite Erde und umzingelten das Lager der Heiligen und die geliebte Stadt" (20,1-9).

 Nachdem der Teufel durch Christus gefesselt wurde, wird er durch den Antichristen, das Tier, dessen Symbol der Stern (Davidstern) ist, befreit. Die Apokalypse sagt:

„Der fünfte Engel blies seine Posaune. Da sah ich einen Stern, der vom Himmel auf die Erde gefallen war (das gefallene Tier): ihm wurde der Schlüssel zu dem Schacht gegeben, der in den Abgrund (die Hölle) führt. Und er öffnete den Schacht des Abgrundes. Da stieg Rauch aus dem Schacht auf, wie aus einem Ofen, und Sonne und Luft wurden verfinstert..." (9,1-2).

 Es handelt sich hier selbstverständlich, um die Sonne der Gerechtigkeit und der Wahrheit. Das geistige Licht erlischt auf Erde. Deshalb wird „die Sonne schwarz" (Offb 6,12/ Mt 24,29). Die Zusammenarbeit zwischen Satan und der Antichrist ist perfekt. Dieser befreit der Teufel und der Teufel, seinerseits, führt ihn in das „Verheissene Land" zurück. Christus hat die Zusammenarbeit mit dem Teufel verworfen. Der Antichrist, hingegen, sucht sie. Das satanische Bündnis wird durch das zweite Tier unterstützt mit dem Ziel es in Palästina zu etablieren und, entgegen dem Willen Gottes, ein zionistisches Reich zu errichten (siehe 1 Samuel 8 und der Text „Das Drama Jesu").

 

B - Das Tier

 Ein _Tier_ existierte in der Vergangenheit. Es war verschwunden, als Johannes im Jahr 95 die Apokalypse schrieb. Er sieht es in der Zukunft vorübergehend zurückkommen, bevor es für immer verschwinden wird:

 _Ich sah: Ein Tier stieg aus dem Meer, mit zehn Hörnern und sieben Köpfen. Auf seine Hörnern trug es zehn Diademe... (Offb 13,1)... Seine Zahl ist 666 (Offb 13,18)... Das Tier war einmal (in der Vergangenheit, vor 95) und ist jetzt nicht (im Jahr 95); es wird aber aus dem Abgrund heraufsteigen und dann ins Verderben gehen (Offb 17,8)... Man wird es nicht mehr finden_ (Offb 18,21).

 Israel ist der einzige Staat, der in der Vergangenheit (vor 95) als Königreich existierte und im Jahr 95 nicht mehr existierte, da er von Titus im Jahr 70 zerstört wurde.

 Unter Salomo erreichte dieses Königreich den Höhepunkt seines Ruhmesgipfels und wurde zum berühmten Kaiserreich Salomos. Alleine _das Gewicht des Goldes, das alljährlich bei Salomo einging, betrug 666 Goldtalente..._, offenbart die Bibel (1 Kön 10,14/ 2 Chr 9,13). Um die Identität des Tieres zu entdecken, muss man seine _Zahl_ (666) mit dem Gewicht des Goldes (666 Talente), welches Salomo jährlich bekam, vergleichen. Denn das Tier träumt davon das salomonische Kaiserreich, das _Gross-Israel_, wiederherzustellen, dessen Symbolzahl _666" ist. Es handelt sich, um eine „Menschenzahl" (13,18). In anderen Worten symbolisiert das Tier einer Gruppe von Menschen.

 Im Jahr 786 v. Chr. setzte Nebukadnezzar dem jüdischen Königreich zum ersten Mal ein Ende. Dieses Reich wurde später im Jahr 37 v. Chr. durch die Römer, mit Herodus der Grosse als König, wiederhergestellt. Jesus hat das nahe Ende dieses zweiten israelischen Königreichs vorausgesagt: _Seine Jünger wandten sich an ihn und wiesen ihn auf die gewaltigen Bauen des Tempels hin. Er sagte zu ihnen: Seht ihr das alles? Amen, das sage ich euch: Kein Stein wird hier auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden_ (Mt 24,1-2). In der Tat, Rom hatte das Königreich in Israel wiederhergestellt und zerstörte es erneut ca. hundert Jahre später. Der römische General Titus zerstörte im Jahr 70 n. Chr. Jerusalem und der Tempel und erfüllte dabei ohne es zu ahnen die Prophezeiung Christi. Die Apokalypse offenbart die Wiederkunft des Tieres für ein drittes Mal. Es wird aber für immer verschwinden: _Man wird es nicht mehr finden_ (Offb 18,21/ 19,19-21).

Die Macht des Tieres

 Zur Zeit der dritten Erscheinung, kommt das Tier zurück in die Welt bewaffnet mit grosser Macht, die ihm „der Drache" und seinen Alliierten „das zweite Tier" verleiht:

_Der Drache hatte ihm seine Gewalt übergeben, seinen Thron und seine grosse Macht_ (13,2).

 Es ist also Satan, der das Tier unterstützt und der seine Anhänger von den „vier Ecken der Erde" in Palästina versammelt (Offb 20,7-8).

„Und ich sah: Ein andere Tier stieg aus der Erde herauf... Die ganze Macht des ersten Tieres übte es vor dessen Augen aus..." (13,11-17).

  

„Die Todeswunde“ des Tieres

 Das Tier hatte am Kopf eine Todeswunde, aber sie wurde geheilt:

_Einer seiner Köpfe sah aus wie tödlich verwundet; aber die tödliche Wunde wurde geheilt_ (13,3).

 Diese tödliche Wunde erinnert an die zwei vergangenen Zerstörungen Israels, sowie an die Mordtaten Hitlers. Der Prophet Jeremia hatte bereits diesen Ausdruck verwendet, als Jerusalem durch Nebukadnezzar zerstört wurde: „Meine Augen fliessen über von Tränen bei Tag und bei Nacht und finden keine Ruhe. Denn grosses Verderben brach herein über die Tochter, mein Volk, eine unheilbare Wunde" (Jer 14,17).

 Von seiner Todeswunde geheilt, erscheint das Tier ruhmreich, mächtig, verführerisch und mit der vollen Unterstützung seiner Alliierten: der „Drache" und das „zweite Tier". Die Welt bewundert die „Auferstehung" Israels.

Die verführerische Macht Israels

 Die Welt bewundert dieses geheilte Tier, das mit Ruhm und Macht wieder erscheint. Alle sind der Meinung, dass niemand es bekämpfen kann:

_Und die ganze Erde sah dem Tier staunend nach... und sie beteten das Tier an und sagten: Wer ist dem Tier gleich, und wer kann den Kampf mit ihm aufnehmen? (13,3-4)... Staunen werden die Bewohner der Erde, deren Namen seit der Erschaffung der Welt nicht im Buch des Lebens verzeichnet sind. Sie werden beim Anblick des Tieres staunen" (17,8).

 Niemand wagt es zu behaupten er könne den Staat Israel besiegen. Die grosse Macht dieses kleinen Staates erstreckt sich auf viele Bereiche (militärisch, sozial, Medien, Finanzen, internationale Lobbies usw...). Dadurch entsteht ein internationales Reich, welches die Mehrheit der Menschen einschüchtert und sogar lahm legt. Willens oder nicht folgt die Welt der Politik Israels. Sogar der Vatikan wagt es nicht sich ihr entgegenzusetzen. Sie haben auch nicht den Mut Zeugnis für Jesus, der Messias, vor dieser Macht abzulegen. Niemand erwartet das tragische Ende Israels, welches in der Apokalypse prophezeit wird.

 

Zeit des Tieres und sein Zusammensturz

 Das Tier darf während einer symbolischen Zeit von „zweiundvierzig Monate" siegen, sich durch Krieg auf die ganze weite Palästinas einpflanzen und Jerusalem besetzen, bevor es plötzlich verschwinden wird:

- „Die Heiden (die Leute des Tieres) werden die Heilige Stadt (Jerusalem) zertreten, zweiundvierzig Monate lang" (11,2). Sie werden als „Heiden" bezeichnet, weil sie Jesus ablehnen.

 - „Wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis freigelassen werden. Er wird ausziehen, um die Völker an den vier Ecken der Erde zu verführen und sie zusammenzuholen für den Kampf (nicht für den Frieden: shalom)... Sie schwärmten aus über die weiter Erde und umzingelten das Lager der Heiligen und Gottes geliebte Stadt (Jerusalem). Aber Feuer fiel vom Himmel und verzehrte sie" (20,7-9).

 Die zionistischen - falsche Juden gemäss Offb 2,9 und 3,9 - kommen aus den vier Ecken der Erde nach Palästina gedrängt durch Satan und nicht durch Gott. „Verführt" durch den Mythos des „Verheissenen Landes", beeilen sich dorthin. Sie haben sich durch Kampf und nicht durch Frieden auf die ganze weite Palästinas ausgebreitet, bis nach Jerusalem, das sie als ihre Hauptstadt betrachten. Johannes sah die sichere und plötzliche Zerstörung des Staates Israel durch _Feuer, das vom Himmel fiel_.

 

C - Das andere Tier

 Nach dem ersten Tier, sieht Johannes ein _anderes Tier_, welches mit allen Mitteln die Macht des ersten Tieres unterstützt und es den anderen Nationen aufdrängt. Dieses zweite Tier wird auch als „falscher Prophet" bezeichnet, denn es spricht zugunsten des ersten Tieres und prophezeit fälschlicherweise sein Sieg. Es wird auch durch die „zehn Hörner" auf den Köpfen des ersten Tieres dargestellt und durch die „zehn Könige", die dem Tiere dienen und es unterstützen:

_Und ich sah: Ein anderes Tier... im Dienste des ersten Tieres. Die ganze Macht des ersten Tieres übte es vor dessen Augen aus... es bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Standbild des Tieres nicht anbeteten... Kaufen oder verkaufen konnte nur, wer das Kennzeichen des Tieres trug_ (13,11-7).

 _Die zehn Hörner bedeuten zehn Könige, die noch nicht zur Herrschaft gekommen sind; sie werden aber königliche Macht für eine einzige Stunde erhalten, zusammen mit dem Tier. Sie sind eines Sinnes und übertragen ihre Macht und Gewalt dem Tier_ (13,1/ 17,3 und 17,12-13).

„Aber das Tier wurde gepackt und mit ihm der falsche Prophet, er hatte vor seinen Augen Zeichen getan... (19,20)...Und der Teufel, ihr Verführer, wurde in den See von brennendem Schwefel geworfen, wo auch das Tier und der falsche Prophet sind" (20,10).

 Die zehn Könige erscheinen zur gleichen Zeit wie das Tier. Die bedingungslose Unterstützung Israels durch Amerika offenbart die Identität des zweiten Tieres. Die _zehn Könige_ sind die zehn Präsidenten Amerikas, seit der Gründung Israels im Jahre 1948, von Truman bis zu Clinton, welcher der zehnte König ist und der letzte, der Israel bedingungslos unterstützt (Truman - Eisenhower - Kennedy - Johnson - Nixon - Ford - Carter - Reagan - Bush &endash; Clinton). Ohne Amerika würde Israel nicht existieren.

 Schlussendlich werden die „zehn Könige" (ab dem elften: Bush Jr) und das Tier selbst enttäuscht sein und Israel zerstören, indem sie sein Herz, Jerusalem treffen. Es wird eine Art Selbstzerstörung sein: _Die zehn Hörner und das Tier werden die Hure (Jerusalem) hassen... und sie im Feuer verbrennen (17,16).

 Die Hure ist _die Frau, die auf dem Tier sitzt_ (17,3-5). Johannes erklärt, dass _die Frau, die grosse Stadt ist, welche die Herrschaft hat über die Könige der Erde_ (17,18). Sie herrscht auf die „zehn Könige" und durch sie, auf die anderen Regierungsführer und ihre Heere. Johannes sieht sie „in drei Teile auseinanderbrechen": jüdischer - christlicher - moslemischer Teil (16,19). Damit wird dem zionistischen Traum ein Ende gesetzt.

 Diejenigen, die mit dem Tier zusammenarbeiten werden für immer vom Buch des Lebens gestrichen; die Auserwählten bekämpfen es:

_Alle Bewohner der Erde fallen nieder vor ihm: alle, deren Name nicht seit der Erschaffung der Welt eingetragen ist ins Lebensbuch des Lammes (Jesus), das geschlachtet (gekreuzigt) wurde_ (13,8-9).

 

4.2 Das Lager der Alliierten Christi

A - „Der Reiter"

 Der Reiter der Apokalypse ist Jesus, „das Wort Gottes. Mit Gerechtigkeit führt Er Krieg gegen die Heiden":

„Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe da: ein weisses Ross, und der darauf reitet, heisst Treu und Wahr, und mit Gerechtigkeit hält er Gericht und führt Krieg... er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst (Palästinenser). Und angetan ist er mit einem blutgetränkten Mantel (die Märtyrer des Tieres), und sein Name war genannt: das Wort Gottes. Und es folgten ihm die Heerscharen vom Himmel (Hezb Allah) auf weissen Rossen..." (Offb 19,11-16).

 Der geheimnisvolle Name, „den niemand kennt als nur er selbst", bedeutet, dass Jesus eine neue Gestalt annehmen wird, die nur von Ihm und denjenigen, denen Er es offenbaren will, bekannt ist (Offb 3,12). Auf diese Weise kommt er „wie ein Dieb" zurück (Offb 3,4 & 16,15/ 1 Thess 5,4/ 2 Petrus 3,10).

B - „Die Frau"

 Im Zentrum der Apokalypse erscheint eine strahlende Frau:

„Es erschien am Himmel ein grosses Zeichen: eine Frau, umkleidet mit der Sonne, dem Mond unter ihren Füssen und auf ihrem Haupt ein Kranz von zwölf Sternen" (12,1).

 Diese Frau ist Maria, die Mutter des Messias:

„Die Frau gebar ein Kind, einen Sohn (Jesus), der über alle Völker mit eisernem Zepter herrschen wird" (12,5).

 Der Teufel führt Krieg gegen die Frau und seine Kinder:

„Als der Drache erkannte, dass er auf die Erde gestürzt war (siehe der „Stern" in Offb 9,1), verfolgte er die Frau, die den Sohn geboren hatte (12,13)... Da geriet der Drache in Zorn über die Frau, und er ging fort, um Krieg zu führen mit ihren übrigen Nachkommen, die den Geboten Gottes gehorchen und an dem Zeugnis für Jesus (gegen das Tier) festhalten" (12,17).

 Diese Frau, die Jungfrau Maria, erschien in La Salette (Frankreich) im Jahr 1846, um den Verrat des Klerus zu denunzieren. Sie kündigte auch die nahestehende Erscheinung des von zehn Königen unterstützten Antichristen an. Sie sagte ebenfalls das Erscheinen des Tieres voraus (siehe der Text „La Salette"). Maria erschien erneut in Fatima (Portugal) im Jahr 1917, um die Welt vor den apokalyptischen Katastrophen zu warnen. Sie hinterliess ein Geheimnis, welches der Papst im Jahr 1960 hätte bekannt geben sollen. Er und seine Nachfolger haben es nicht offenbart. Die Botschaft blieb geheim, obwohl der Papst Johannes Paulus II im Sommer 2000 behauptete er habe es offenbart. Wir haben gute Gründe, um zu glauben, dass dieses Geheimnis mit dem Erscheinen des Antichristen und sein Eindringen in den Vatikan selbst zusammenhängt. Denn Maria hatte bereits in La Salette darüber gesprochen als sie sagte, dass „Rom der Glaube verlieren wird und der Sitz des Antichristen sein wird". Ein Punkt musste aber noch offenbart werden: Die Identität des Antichristen! Der Papst hatte den Mut dazu nicht! (siehe unser Text „La Salette"). Jesus selbst hat sein Feind durch die Offenbarung der Identität des Tieres demaskiert.

 Die Erscheinung dieser „Frau" in unserer Zeit ist ein offensichtliches apokalyptisches Zeichen.

C - Die „zwei Zeugen"

 Gott wird seine _zwei Zeugen_ hervorrufen damit sie gegen das Tier prophezeien. Das Tier wird sie aber besiegen und töten. Die Welt wird sich erfreuen und sich wegen ihres Todes gegenseitig beglückwünschen:

_Ich will meinen zwei Zeugen auftragen, prophetisch zu reden (gegen das Tier und seine Alliierten)... Das Tier, das aus dem Abgrund heraufsteigt wird sie be-kämpfen, besiegen und töten... Und die Bewohner der Erde freuen sich darüber, beglückwünschen sich, denn die beiden Propheten hatten sie gequält..._ (11,3-10).

 Die zwei Zeugen Gottes werden als _Terroristen_ bezeichnet und sind durch die ganze Welt niedergedrückt. Diese _zwei Zeugen_ sind zwei Völker: Die Palästinenser und die Libanesen, insbesondere des Sud-Libanons, die das Tier bekämpfen und nicht diejenigen, die sich niederwerfen und mit dem Tier zusammenarbeiten. Diese beide Kategorie von Menschen sind auch anderswo in der Apokalypse erwähnt. Der Hl. Johannes sieht _die Seele aller, die hingeschlachtet worden waren (die Palästinenser, der erste Zeuge) wegen des Wortes Gottes und wegen des Zeugnisses, das sie abgelegt hatten (dieses Zeugnis ist der Widerstand gegen Israel). Sie riefen mit lauter Stimme (aus ganzem Herzen): Wie lange zögerst du noch, Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, Gericht zu halten und unser Blut zu rächen...?_ Gott antwortet _sie sollten noch kurze Zeit warten, bis die volle Zahl erreicht sei durch den Tod ihrer Mitknechte und Brüder (die Libanesen, der zweite Zeuge), die noch sterben müssten wie sie_ (6,9-11).

 Diese zwei Zeugen _haben Macht, den Himmel zu verschliessen, damit kein Regen fällt in den Tagen ihres Wirkens als Propheten. Sie haben auch Macht, das Wasser in Blut zu verwandeln und die Erde zu schlagen mit allen möglichen Plagen..._ (11,6).

 Diese symbolische Verse bedeuten folgendes: Die zwei Zeugen haben die Macht durch militärische Aktionen einen für sie nachteiligen Friedensprozess (einen _falschen Frieden_ wie es die Heilige Jungfrau in La Salette sagte) zu verhindern. In der Tat, symbolisieren _Himmel_ und _Regen_ der Friede und der Wohlstand, die durch den Widerstand der zwei Zeugen gegen das Tier blockiert sind.

 _Die Macht, das Wasser in Blut zu verwandeln_, bedeutet, dass ihr, im Widerstand zum Tier vergossene Blut, ein Zeugnis für Jesus ist, der ihnen die Taufe verleiht; nicht die Taufe mit Wasser, sondern die Taufe mit Blut (die Taufe Fatimas). Gott anerkannt der Wert ihres Opfers soweit, dass Er sie als _gekreuzigt__mit Jesus betrachtet: _Das Tier, das aus dem Abgrund heraufsteigt, wird sie bekämpfen, besiegen und töten... Dort (in Jerusalem) wurde auch ihr Herr (Christus) gekreuzigt_ (11,7-8). Durch diese Bluttaufe werden sie Jünger Christi, da er ihr Herr ist.

 

D - Der „Engel" der Apokalypse

 Dieser vom Himmel gesandte „Engel" ist ein Mann, wie bereits im Kapitel 1 erläutert.

 Da das Tier erschienen ist, offenbart Jesus das apokalyptische Geheimnis seinem _Engel_. Er sendet ihn mit dem _aufgeschlagenen Büchlein in der Hand_ aus, um dessen Inhalt zu erläutern: _Versiegle dieses Buch mit seinen prophetischen Worten nicht. Denn die Zeit ist nahe_ (22,10).

 Eine Eigenschaft dieses Gesandten ist, dass er vom Orient kommt. Er ist also Orientale. Johannes sieht ihn auf der Insel Patmos in der Tat aus dem Orient kommend:

„Ich sah einen anderen Engel vom Orient heraufkommen; der hatte das Siegel des lebendigen Gottes..." (7,2).

 Dieser Mann wurde vom Orient, vom Libanon, wo ihm Jesus auch das Geheimnis der Apokalypse offenbarte, gesandt, um den Inhalt dieses Buches der ganzen Welt zu erklären. Das „Siegel des lebendigen Gottes" ist dieses Buch selbst, mit welchem der Engel diejenigen, die daran glauben, die Auserwählten mit dem Siegel Gottes markiert. Diese Wahl der Auserwählten geschieht vor der weltweiten Katastrophe (Atomkrieg): „Er rief mit lauter Stimme: Fügt dem Land, dem Meer und den Bäumen keinen Schaden zu, bis wir den Knechten unseres Gottes das Siegel auf die Stirn gedrückt haben" (7,2-3).

 Jesus hatte diesen schrecklichen Tag, der das Gesicht der Erde vor seiner Rückkehr ändern wird, angekündigt: „Die Völker werden bestürzt sein... Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen (die Atomwaffen bedrohen die ganze Welt)... Dann wird man den Menschensohn mit grosser Macht und Herrlichkeit kommen sehen" (Luk 21,25-27). Gleich danach beruhigt Jesus die Seinen, die vom Siegel des lebendigen Gottes gekennzeichnet sind: "Wenn all das beginnt, denn richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe" (Luk 21,28).

  

KAPITEL 5

GRÜNDE DER UNKLARHEIT

5.1 Die versiegelte Prophezeiung wird zur gegebener Zeit erläutert

 Die Apokalypse blieb aus verschiedenen Gründen, und hauptsächlich weil die darin enthaltenen Prophezeiungen noch nicht erfüllt waren, ein vollkommen geheimes Buch. Jede Prophezeiung kann aber erst nach dessen im laufe der Geschichte verstanden werden. So konnten die Prophezeiungen des Alten Testaments über die Ankunft des Messias erst nach dem Kommen Jesu in allen Einzelheiten verstanden werden. Niemand erwartete beispielsweise, dass der Messias durch diejenigen gekreuzigt wurde, die ihn so ungeduldig erwarteten. Und so war das Kapitel 53 von Jesaja, welches von der Hinrichtung des Messias durch sein eigenes Volk sprach, vor der Kreuzigung Jesu unverständlich.

 Auf gleicher Weise waren die apokalyptischen Prophezeiungen über das Tier vollkommen verschleiert. Als das Tier erschien, ist auch Christus selbst interveniert, um die Prophezeiungen, die es ankündigten zu erläutern. Ohne dieses göttliche Eingreifen, wären die Prophezeiungen weiterhin hermetisch geheim geblieben.

 Zu jener Zeit erschien Jesus nach seiner Auferstehung den Jüngern aus Emmaus: _Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht (Lk 24,27)... Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift. Er sagte ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen..._ (Lk 24,45-46). Hätte Jesus die Prophezeiungen, die ihn betrafen, den Jüngern nicht erläutert, dann wären ihre Augen - und sicherlich auch die unsrigen - für das _Verständnis der Schrift_ nicht geöffnet worden. Auf gleicher Weise, hätte Er uns die Apokalypse nicht erklärt, dann wäre dieses _Büchlein_ weiterhin rätselhaft geblieben.

 Betreffend der biblischen Prophezeiungen sagt der Hl. Petrus:

_Bedenkt dabei vor allem dies: Keine Weissagung der Schrift darf eigenmächtig ausgelegt werden; denn niemals wurde eine Weissagung ausgesprochen, weil ein Mensch es wollte, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben Menschen im Auftrag Gottes geredet_ (2 Petr 1,20-21).

 Die hier dargelegte Interpretation der Apokalypse - und dies muss unterstrichen werden - ist keine _eigenmächtige Auslegung_, sondern eine göttliche Offenbarung durch Jesus selbst. Vor dem 13. Mai 1970 war die Apokalypse verschleiert. Menschen haben versucht sie aus eigener Initiative zu erläutern. Sie waren nicht von Gott gesandt.

 Zwei Faktoren haben dazu beigetragen, dass das Geheimnis der Apokalypse so lange verschleiert blieb:

 1 Die apokalyptischen Prophezeiungen waren noch nicht erfüllt: Viele haben bezüglich dieser Prophezeiungen _nachgeforscht, auf welche Zeit und welche Umstände der Geist Christi hindeutete_, wie es Petrus ausgedrückt hatte (1 Petr 1,11). Alle diese Nachforschungen waren aber vergebens, denn weder die _Zeit_ noch die _Umstände_ waren erfüllt. Seit dem Datum der Erscheinung des Tieres im Jahr 1948, sind die Zeit und die apokalyptischen Umstände deutlich in der Welt. Christus erschien am 13.Mai 1970, um ihre prophetische Dimension durch die Öffnung des „Büchleins" zu offenbaren.

 2 Der Text stellt die Geschichte der Apokalypse in einer besonders komplizierten Form dar. Dadurch blieb seine Botschaft, auch nach der Rückkehr des Tieres, vollkommen geheim. Hätte Jesus nicht der _Schlüssel_ gegeben, dann wäre die Apokalypse aus den folgenden drei Gründen weiterhin verhüllt geblieben:

 - Die Verwicklung der Ereignisse und der Beteiligten

- Die verschiedenen Wiederholungen derselben Ereignissen

- Die verschiedenen Symbolen für eine einzige Tatsache

5.2 Die Verwicklung

 Die Ereignisse und die Beteiligten sind stark ineinander verwickelt und erscheinen weder in einer organisierten Weise noch in einer logischen Reihenfolge. Bei der Lektüre der Apokalypse darf man also keinen zusammenhängenden Ablauf von Ereignissen erwarten. Die Verwicklung zwischen Ereignisse und Beteiligten ist so ausgeprägt, dass man beim lesen den Faden völlig verliert. Das Tier wird beispielsweise plötzlich und kurz im Kapitel 11,7 erwähnt, ohne jegliche Vorbereitung, wie wenn der Leser es schon kennen würde. Es wird dabei völlig übersehen. In den Kapitel 13 und 17 wird es hingegen ausführlich erwähnt und eingehend beschrieben. Es ist die Rede von seinem grausamen Charakter, seine frühere Existenz, sein Verschwinden und endlich sein Wiedererscheinen mit Gewalt in einem unklaren Ort, bevor es für immer verschwinden wird. Es braucht aber den _Schlüssel_, um all dies zu verstehen. Durch die Erklärung, die Jesus offenbart hat, wird man mit viel Geduld fähig, die einzelnen _Puzzle-stücke_ der Apokalypse zusammen zu bringen. Ohne diesen _Schlüssel_ verliert man sich in den Windungen des Buches.

  

5.3 Die verschiedenen Wiederholungen

 Die Erzählung eines Ereignisses wird auf verschiedenen Arten wiederholt. Dies ist auch der Fall im Buch der Genesis mit den beiden Träumen des Pharaos, die durch Joseph interpretiert wurden: Der Traum der _sieben Ähren_ und derjenige der _sieben Kühe_ hatten beide dieselbe Bedeutung. Sie kündeten sieben Jahre Hungersnöte nach sieben Jahren Überfluss an. Joseph erklärte dem Pharao, dass _er gleich zweimal träumte, bedeutet: Die Sache steht bei Gott fest, und Gott wird sie bald ausführen_ (Gen 41,17-32).

 Auch in der Apokalypse bedeutet die Wiederholung mit verschiedener Symbolen, dass Gott unwiderruflich entschlossen ist auf endgültiger Weise gegen das zurückgekehrte Tier zu handeln.

 S Eine erste Darlegung der Ereignisse erstreckt sich vom Kapitel 4 bis 8,1: Der Herr ist auf seinem Thron, um die Menschheit nach der mit 7 Siegeln versiegelten Buchrolle, die er in der Hand hält, zu richten. Das Lamm (Jesus) erscheint im Kapitel 5, um die Buchrolle entgegenzunehmen (5,7). Im Kapitel 6 öffnet er die Siegel, eins nach dem anderen. Vier Pferde (das Tier) erscheinen mit ihren Reitern und rufen Kriege und Hungersnöte hervor (6,1-8). Die Zeugen Gottes werden durch die Reiter „unter dem Altar" ge-schlachtet (6,9-11). Am Ende erhört Gott die Gebete dieser Märtyrer (6,9) und lässt seinen Zorn gegen das Tier ausbrechen (6,12-17). Nach dem Zusammensturz des Tieres, öffnet sich in der Welt ein neues Zeitalter (Offb 21 & 22).

 S Die zweite Darlegung derselben Geschichte beginnt gleich danach aber mit anderen Symbolen. Sie erstreckt sich vom Kapitel 8,2 bis zum Ende des Kapitels 9. Hier werden die Siegel des Buches durch 7 Posaunen, die von 7 Engeln getragen werden, ersetzt.

 Zwischen dieser zweiten und der dritten Darlegung, die darauf folgt - vom Kapitel 10 bis zum Kapitel 15,4 - erscheinen mit vielen Symbolen und in einer völlig verwickelten Art die verschiedenen Beteiligten der Geschichte: Der Engel, die zwei Zeugen, der Drache, die Frau, das Tier, das andere Tier, die Auserwählten.

 S Die dritte Darlegung der Ereignisse beginnt im Kapitel 15,5 bis zum Kapitel 16. Die Symbole wurden gewechselt: es sind 7 Engel, die 7 Schalen gefüllt mit dem Zorn Gottes tragen.

Die drei Darlegungen erzählen dieselbe Geschichte: Bei jedem vom Lamm geöffnete Siegel, bei jeder geblasene Posaune und bei jeder auf die Erde ausgegossene Schale, werden dieselben Ereignissen mit unterschiedlichen Symbolen wiederholt.

 

5.4 Die verschiedenen Symbolen

 Dieselben Beteiligten werden mit verschiedenen Symbolen dargelegt:

 Das Tier der Kapitel 13 und 17 wird ebenfalls dargestellt durch:

- die zerstörerische „vier Pferde" (6,1-7)

- Der ins Meer geworfene (Zion-) Berg (8,8)

- Der vom Himmel auf die Erde herabfallende (David-) Stern (9,1)

- „Die Heiden, die die Heilige Stadt zertreten" (11,2)

- „Babylon die Grosse" (18,2)

- die (heidnischen) „Nationen", „Gog und Magog", die von den vier Ecken der Erde in Jerusalem, die „Geliebte Stadt", versammelt sind (20,7-9).

- Die „sieben Köpfe (des Tieres) sind sieben Hügeln" auf welchen die grosse Hure sitzt (Jerusalem ist auf sieben Hügeln gebaut: Berg Zion, Berg Moreah usw... 17,9). Sie sind auch „sieben Könige" (17,19), weil sie die ganze vergangene Geschichte Israels als Königreich darstellen: Die fünf, die bereits vergangen sind stellen das Tier, das „war" dar; der Eine der weiterhin existiert stellt die Juden dar, die unter dem römischen Reich stets versuchten das Königreich Israels wiederherzustellen. Paulus nennt dies das „Geheimnis der Gesetzlosigkeit am Werk" (2 Thess 2,7). Der Siebte, der „noch für eine kurze Zeit kommen wird" stellt das Tier, das in die Welt zurück kommt dar. Es wird „eine kurze Zeit bleiben und ist gleichzeitig der Achte, jedoch einer der Sieben". Der zurückgekommene Staat Israel, allerdings nicht als Königreich, stellt die „sieben vergangene Könige" Israels dar. Die israelis hoffen immer noch sie könnten das Königreich Davids und den Tempel Salomos wiederherstellen. Sie bezeichnen Jerusalem immer noch als Stadt des Königs David.

 Diese Vielfalt an Symbolen wird auch bei den Zahlen angewandt:

- Die _42 Monate_ (Offb 11,2) entsprechen den _1260 Tagen_ (Offb 11,3/ 12,6).

- (42 Monate = 1260 Tage)

- Diese gleiche Zeit wird auch als „eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit_ bezeichnet (Offb 12,14).

 Zusätzliche Erläuterungen sind im nächste Kapitel enthalten.

  

KAPITEL 6 ]

 ERLÄUTERUNG DER ZAHLEN UND SYMBOLEN

 

 6.1 Die Zahl „666"

  

666 Goldtalente

 Wir haben bereits gesehen, dass diese Zahl die 666 Goldtalente, die Salomo jährlich von den benachbarten Ländern bekam, darstellt (1 Könige 10,14/ 2 Chronik 9,13). Israel träumt heute davon jährlich eine solche Einnahme, die etwa 17 000 Kg Gold (17 Tonnen!) entspricht, zu bekommen. Ein solches Reich-tum wäre eine namhaft Stütze für die Wirtschaft Israels und würde seinen moralischen Einfluss auf die Arabern hervorheben... oder sogar auf die ganze Welt. Die Zahl 666 symbolisiert die zionistischen Ansprüche: das Gross-Israel.

Symbol des Misserfolges

 Die Zahl 6 symbolisiert den Misserfolg. Es ist das Schicksal des Sterns mit 6 Ecken, das Symbol Israels. In der prophetischen Sprache, ist die Zahl 6 diejenige des Bösen, der Unvoll-kommenheit im Gegensatz zur Zahl 7, die das Gute und die Vollendung symbolisiert. Als Jesus sagte man solle _ 7 mal oder 77 mal_ (Mt 18,21) vergeben, dann meinte Er, dass die Vergebung für diejenigen, die ehrlich danach fragen, vollständig sein muss, also nicht nur in der Anzahl (7 mal), sondern noch viel weiter, nämlich bis zum Symbolismus der Zahl 7, d.h. vollständig verzeihen, von ganzem Herzen. Auf gleicherweise bedeuten die _7 Siegel_, dass das Rätsel des Buches vollständig geheim blieb; die _7 Hörner des Lammes_ deuten auf seine Vollmacht hin, und die _7 Augen_ symbolisieren seinen vollkommenen Durchblick der Seelen (5,6).

Im Rahmen der Apokalypse bedeutet die Zahl 6 - ein Punkt unter dem 7 - der Misserfolg, der misslungene Plan, der, statt in der Ruhe des _7 Tages_, in der ewigen Qual endet. Gott schuf das Universum in 6 Tagen, aber _ruhte am siebten Tag_ (Gen 2,2). Der Mensch im Zeichen des _7" kommt in die Ruhe Gottes. Der Hl. Paulus sagt, dass die _Ruhe des 7. Tages_ den Jüngern Jesu reserviert ist. Deshalb lädt er die widerspenstigen Juden ein, an Jesus zu glauben: _Lasst uns ernsthaft besorgt sein, dass keiner von euch zurückbleibt (und so nicht in die Ruhe Gottes kommt)... Also ist dem Volk Gottes (die Jünger Jesu) eine Ruhe, diejenige des siebten Tages, vorbehalten... Bemühen wir uns also, in jener Ruhe zu kommen_ (Hebr 4,1-11). Israel und seine Alliierten sind durch die Zahl „6" gekennzeichnet und werden nicht in die ewige Ruhe der Seele eintreten können. Diese Ruhe ist den Bekämpfern des Tieres vorbehalten.

 Jesus selbst lädt alle Menschen in diesen Frieden ein: _Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch... so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele..._ (Mt 11,28-29). Wir beten, dass die Juden auf diese Einladung Jesu hören. Dann werden sie verstehen, dass der zionistische Plan ihnen weder Friede, noch Sicherheit bringt, und dass die einzige wahre Ruhe sich im Glauben an Jesus findet.

 Diejenigen, die es ablehnen zu Jesus zu gehen, sind zur ewigen Erschöpfung verurteilt. Sie sind durch die Zahl „6" markiert und werden die Ruhe des siebten Tages nicht geniessen. Deshalb sagt Gott in der Apokalypse:

_Der Rauch von ihrer Peinigung steigt auf in alle Ewigkeit, und alle, die das Tier und sein Standbild anbeten, werden bei Tag und Nacht keine Ruhe haben_ (Offb 14,11).

 Und diejenigen, die das Tier bekämpfen, erleben - vielleicht ohne es zu wissen - _die Standhaftigkeit der Heiligen und halten an den Geboten Gottes und an der Treue zu Jesus fest_ (Offb 14,12). Sie werden für immer in die Ruhe Gottes eintreten können:

 _Selig die Toten, die im Herrn sterben, von jetzt an; ja, spricht der Geist, sie sollen ausruhen von ihren Mühen; denn ihre Werke begleiten sie_ (14,13).

Die Allianz der drei Partner des Bösens

 Die dreifache Wiederholung der Zahl 6 (666) stellt die Allianz der drei Partner des Bösen dar: Der _Drache_, das _Tier_ und das _zweite Tier_. Jeder dieser drei Verbündeter ist symbolisch durch die Zahl 6 gekennzeichnet, zusammen bilden sie eine einzige Zahl: 666, denn sie arbeiten zusammen für die Errichtung des Reiches des Tieres. Einerseits _übergibt der Drache dem Tier seine Gewalt_ (13,2), und andererseits ist auch das zweite Tier völlig _im Dienste des Tieres und errichtet überall sein Reich_ (13,11-12). Es tut dies mit den _zehn Königen... die eines Sinnes sind und ihre Macht und Gewalt dem Tier übertragen_ (17,12-13). Es handelt sich hier tatsächlich, um die unheilbringende dreifache Koalition.

 Das zweite Tier wird als _falscher Prophet_ bezeichnet (19,20/ 20,10), denn es prophezeit den Sieg des Tieres. Und das ist falsch! Die wahre Prophe-zeiung lautet: _Das Tier geht ins Verderben_ (17,8).

 Die Zeitschriften in aller Welt berichten dauernd darüber, dass die Staatsführer der beiden Tiere immer unterwegs sind, um _die Könige der ganzen Welt zu sammeln_ - ins-besondere die arabischen Könige und Staatsführer - um sie für die amerikanische Position zu gewinnen und so den Frieden mit Israel aufzuzwingen. Dieser _falsche Friede_ wird mit dem Harmagedon-Krieg enden.

 Johannes sagt: „Ich sah drei unreine Geister... Es sind Dämonengeister...; sie schwärmten aus zu den Königen der ganzen Erde, um sie zum Krieg zu sammeln am grossen Tag Gottes, des Herrschers über die ganze Schöpfung... Sie führten die Könige an dem Ort zusammen, der auf hebräisch Harmagedon heisst_ (16,13-16). Die Apokalypse unterstreicht, dass dieser Name auf hebräisch ist (Offb 16,16). In dieser Sprache bedeutet Har-Magido_ Berg von Meggido (Har bedeutet auf hebräisch Berg). Meggido, in der Nähe von Haïfa, ist der Ort, wo die israelische Armee im Jahre 609 v. Chr., im Krieg mit den Ägypter, eine vollkommene Niederlage erlebte (2 Kön 23,28-30/ 2 Chr 35,19-25). Der Pharao Necho tötete der König Josias, der die ganze Hoffnung der Israelis darstellte. Es war der Anfang des Zusammensturzes Israels. Zwanzig Jahre später eroberte in der Tat Nebukadnezzar Jerusalem, zerstörte der Tempel Salomos und setzte somit dem israelischen Reich ein Ende. Seit jener Zeit, ist Meggido für die Juden, ein Symbol der Niederlage und der Zerstörung Israels.

 Ein neues Meggido, gross wie ein Berg (Har), erwartet das Tier... und seine Allierten.

  

6.2 Die „42 Monate"

 Dem Tier wurde _Macht gegeben, während zweiundvierzig Monate zu wirken_ (Offb 13,5) und die _Heiden (das Tier) werden die Heilige Stadt (Jerusalem) zertreten, zweiundvierzig Monate lang_ (Offb 11,2). Das Tier und die Heiden sind also die Gleichen. Gott wird aber seine _zwei Zeugen_ hervorrufen. Sie werden _prophetisch reden, zwölfhundertsechzig Tage lang_ (Offb 11,3), d.h. sie werden gegen das Tier während der ganzen Zeit seiner Besetzung Jerusalems prophezeien, denn die _42 Monate_ entsprechen _1260 Tage_ (42 x 30).

 Während dieser Zeit, wird die _Frau_ - Symbol der apokalyptischen Aposteln - _in die Wüste fliegen. Dort ist sie vor der Schlange sicher und wird eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit lang ernährt_ (dreieinhalb Zeiten; von der apokalyptischen Botschaft ernährt: Offb 19,9-10) (12,14). Diese dreieinhalb Zeiten sind die _42 Monate_ oder _1260 Tage_, die dreieinhalb Jahre entsprechen. Dieser Zeitraum wird ebenfalls durch _dreieinhalb Tage_ (11,9) symbolisiert. Es ist die Zeit des Leidens der zwei Zeugen Gottes: _Menschen aus allen Völkern werden ihre Leichen dort sehen, dreieinhalb Tage lang_ (11,9). Im Fernsehen konnten die von Israel verfolgten palästinensischen und libanesischen Opfer von den _Menschen aus allen Völkern_ gesehen werden: getötet, gefangen, aus ihren zerstörten Häusern und ihrem Land vertrieben, um durch die israelischen Siedler ersetzt zu werden.

 Seit dem Propheten Daniel sind diese _dreieinhalb Zeiten_ ein symbolischer Zeitraum für jegliche Ungerechtigkeit und für Verfolgungen im Allgemeinen geworden (siehe Daniel 7,25).

 Diese Zeit, die in der Apokalypse so unterschiedlich symbolisiert wird, verwirrt den Leser und trägt zur Unklarheit des Textes bei. Die Erklärung davon lautet: Das Tier muss Palästina während _42 Monate_ besetzen. Während dieser Zeit, die _1260" entspricht, werden die _zwei Zeugen_ Gottes ihm Widerstand leisten. Die Apostel der Apokalypse, die Söhne der _Frau_, werden in dieser Zeit ausgewählt und _in der Wüste_ abgesondert, wo sie sich vom Buch der Apokalypse _ernähren_ (Offb 12,14). Sie werden eingeladen das aufgeschlagene Buch aus der Hand des Engels _zu nehmen_ und es _zu essen, um (auch sie) NOCHMALS zu prophezeien_ zusammen mit den zwei Zeugen _gegen viele Völker und Nationen mit ihren Sprachen und Königen_, die mit dem Tier zusammenarbeiten (Offb 10,8-10).

 

6.3 Die „Hörner"

 Die Hörner symbolisieren die Macht. Satan erscheint in der Apokalypse in der Form eines _Drachens, feuerrot (Zeichen seiner Wut), mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und mit sieben Diademen auf seinen Köpfen_ (Offb 12,3). Auch das Tier _hat zehn Hörnern und sieben Köpfen. Auf seinen Hör-nern trug es zehn Diademe und aus seinen Köpfen Namen, die eine Gotteslästerung waren_ (Offb 13,1).

 Ein wichtiges Detail wird hier leicht übersehen: Das Tier hat _sieben Köpfen und zehn Hörnern_ und die Diademe sind _auf den Hörnern_, denn es sind _zehn Könige_, die ihre Macht im Dienste des Tieres einsetzen. Der Drache, hingegen, trägt die Diademe auf _seinen Köpfen_, denn er bezieht seine Macht von sich selbst. Er ist der König des Bösens.

 

6.4 Die „vier Pferde"

 Die vier Pferde des Kapitels 6,1-7 stellen ein einziges Wesen dar: Das Tier. Sie widersetzen sich den _vier Lebewesen_, rings um den Thron (4,6-7), welche die vier Evangelisten darstellen. Jeder Evangelist erlaubt einem der vier Pferde mit seinem Reiter in der Welt zu erscheinen, indem er ihm ruft: „Komm!". Die vier Evange-listen Christi haben der Welt das Leben gegeben. Hingegen wurde den vier Reitern die Macht gegeben _durch Schwert, Hunger und Tod und durch die Tiere der Erde zu töten_ (6,8). Es handelt sich um die zwei Tieren der Apokalypse, die „kommen" dürfen, um die Menschen zu prüfen.

  

6.5 Die apokalyptischen Waffen

 Der Hl. Johannes sieht drei Arten von Waffen, die es zu seiner Zeit noch nicht gab: Die Flugzeuge, die Bomben und die Panzer. Diese apokalyptischen Waffen bilden die Macht des Tieres.

 Die „Heuschrecken" (die Flugzeuge und Helikopter)

 Johannes sieht seltsame _Heuschrecken_, die für den Krieg ausgerüstet sind. Es sind die Flugzeuge und Helikopter:

_...Heuschrecken kamen über die Erde...Und die Heuschrecken sehen aus wie Rosse, die zur Schlacht gerüstet sind (es sind Waffen für eine Schlacht); ihre Gesichter sind wie Gesichter von Menschen (sie werden von Menschen geführt), ihre Brust wie ein eiserner Panzer (die metallische Hülle der Flugzeu-ge) und das Rauschen ihrer Flügel ist wie das Dröhnen von vielen Pferden, die sich in die Schlacht stürzen (der Lärm der Motoren in den Flügeln)_ (Offb 9,3-11).

 Die Luftkämpfe sind eine neue Dimension des Krieges und deuten auf die apokalyptischen Zeiten hin. Die militärische Macht Israels besteht hauptsächlich aus den Kampfflugzeuge und Helikopter, die Amerika ihm gegeben hat.

 

 Die „Hagelbrocken" (die Bomben)

 Die Bomben werden in der Apokalypse als _Hagelbrocken_ vorausgesagt. Man hat sie nie zuvor auf Erde gesehen. Jedes Stück ist _zentnerschwer_ (das Gewicht der modernen Bomben). Dieser furchtsame Hagel bewirkt viel Zerstörung auf Erde:

_Und gewaltige Hagelbrocken, zentnerschwer, stürzten vom Himmel auf die Menschen herab... Die Hagelplage war über die Massen gross_ (16,21).

 Dieser furchtbare Hagel erscheint zu gleicher Zeit wie die _zur Schlacht gerüsteten Heuschrecken_. Die Bomben wie insbesondere die Splitterbomben, die Napalm-Bomben oder die Atombomben, die von den zwei Tieren eingesetzt werden, sind eine mächtige Waffe gegen ihre Gegnern. Diese Plage wurde durch die Prophezeiungen angekündigt, um auf die apokalyptische Zeit hinzuweisen.

 

 Die „Pferde" (die Panzer)

 Johannes sagt: _So sahen die Pferde (Panzer) und die Reiter in der Vision aus: Sie trugen feuerrote, rauchblaue und schwefelgelbe Panzer. Die Köpfe der Pferde (Panzer) glichen Löwenköpfen, und aus ihren Mäulern schlug Feuer, Rauch und Schwefel (die Kanonen und die Maschinengewehre auf den Panzern) (9,17).

Die Prophezeiungen über die apokalyptischen Waffen konnten vor dem Erscheinen dieser angekündigten Waffen nicht verstanden werden. Zur Zeit des Johannes und bis vor dem Anfang des 20. Jahr-hundert waren sie noch unvorstellbar.

  

6.6 Der geographische Ort

 Palästina ist das Hauptzentrum der apokalyptischen Ereignissen. Zwei Texte lenken unsere Aufmerksamkeit auf dieses Land und insbesondere auf Jerusalem das _Lager der Heiligen_ und die _geliebte Stadt_. Dort wird die Erscheinung des Tieres prophezeit:

 - „Die Heiden werden die heilige Stadt zertreten, zweiundvierzig Monate lang_ (11,2).

- _Satan wird ausziehen, um die Völker an den vier Ecken der Erde zum Krieg zu sammeln; ... über die weite Erde (israelische Siedlungen über die ganze weite Palästinas) und sie umzingelten das Lager der Heiligen und Gottes geliebte Stadt (Jerusalem)" (Offb 20,7-9).

 Das Land in welchem Satan seine Leute versammelt kann durch den Hinweis _Gottes geliebte Stadt_ erkannt werden.

  

6.7 Die Eigenschaften des Tieres

 1. Es existierte in der Vergangenheit, war verschwunden und erscheint wieder

2. Es erscheint wieder in Palästina mit Macht und scheint unbesiegbar.

3. Es hatte eine Todeswunde und wurde geheilt.

4. Es hat eine grosse internationale Macht.

5. Es stellt eine Gruppe von Menschen dar.

6. Eine mächtige Nation unterstützt es und drängt es der Welt auf.

7. Es erscheint mit Flugzeuge, Bomben und Panzer.

8. Es wird viel unschuldiges Blut vergiessen.

9. Es leugnet, dass Jesus der Messias ist.

10. Es wird im Har-Meggido Krieg zerstört werden.

 Die Erscheinung des Staates Israel im Jahre 1948 in Palästina mit der Unterstützung Amerikas, ein Staat bestehend aus Juden, die aus den 4 Ecken der Welt kommen, um sich auf die ganze weite des Landes zu verbreiten und Jerusalem als Hauptstadt betrachten, ist ein Zeichen, dass die apokalyptische Zeit gekommen ist.

 

6.8 Die Wiederherstellung: ein neuer Himmel und eine neue Erde

 Nach der endgültigen Zerstörung des Tieres, wird Gott eine neue Ära in der Welt eröffnen. Johannes sieht _einen neuen Himmel und eine neue Erde_ (Offb 21,1). Er sagt weiter: _Er, der auf dem Thron sass, sprach: Seht, ich mache alles neu_ (Offb 21,5). Diese neue Welt wurde bereits durch Petrus prophezeit: _Wir erwarten, seiner Verheissung gemäss, einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt_ (2 Petr 3,13) (siehe Text „Die Weltweite Wiederherstellung).

 Dies ist die Geschichte der Apokalypse, die hier auf einfache und methodische Weise erzählt wurde. Sie wurde dem Johannes allerdings nicht auf diese klare und fortlaufende Art offenbart, denn Gott wollte den Inhalt bis zur Erscheinung des Tieres geheim halten (Offb 10,4 & 22,10). Diese Verhüllung wurde von Gott gewollt, um _die Bewohner der Erde_ vor der Wiederkunft Jesu _auf die Probe zu stellen_ (Offb 3,10-11).

 Auf dieser Art prüft Christus heute die Herzen: _Ich bin es, der Herz und Nieren prüft_ sagt Jesus (2,23). Diejenigen, die sich mit Mut und Entschlossenheit, auch um den Preis ihres Lebens, für die Gerechtigkeit engagieren sind die Auserwählten. Durch ihren Widerstand gegen den Antichristen, führen sie das Reich Gottes und seines Messias auf Erde ein:

_Jetzt ist er da, der rettende Sieg, die Macht und die Herrschaft unseres Gottes und die Vollmacht seines Gesalbten; denn gestürzt wurde der Ankläger (das Tier) unserer Brüder (die zwei Zeugen)...Sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes und durch ihr Wort und Zeugnis; sie hielten ihr Leben nicht fest, bis hinein in den Tod_ (12,10-11).

 Die Apokalypse erzählt die Geschichte der Wiederkunft Israel, das Tier, der Antichrist, und seiner endgültigen Verurteilung. Sein Zusammensturz wird die Macht und die Herrschaft des Messias, Jesus von Nazareth aufzeigen. Dieses Mal wird sein Reich für immer bleiben.

  

6.9 Das Reich Gottes auf Erde

 Die siebte Posaune erklingt, um nach dem Zusammenbruch des Tieres die Errichtung des Reich Gottes und Jesu auf Erde zu verkünden:

„Der siebte Engel blies seine Posaune. Da ertönten laute Stimmen im Himmel, die riefen: Nun gehört die Herrschaft über die Welt unserem Herrn und seinem Christus; und sie werden herrschen in alle Ewigkeit" (11,15).

 Das durch den Drachen und das Tier erloschene göttliche Licht wird in den Herzen der Durstigen nach Wahrheit und Liebe wieder leuchten. Sie werden mit Gott in ihrem Innern zusammenleben und werden den Tempel Gottes sein:

„Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sing vergangen, auch das Meer (der Tod der Seele) ist nicht mehr... Wer durstig ist, den werde ich umsonst aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt... Ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein... Einen Tempel sah ich nicht in der Stadt. Denn der Herr, ihr Gott, ist der Tempel, er und das Lamm... Nacht wird es dort nicht mehr geben" (Offb 21).

 „Wer durstig ist, der komme. Wer will, empfange umsonst das Wasser des Lebens" (Offb 22,17).

 Vater, dein Reich komme, dein Wille geschehe im Himmel wie auf Erden. Amen!

 „Amen. Komm, Herr Jesus!

Petrus II