PDF-Fassung dieses Artikels

Das deutsche UFO-Phänomen - Fiktion oder letzte Wunderwaffe?


(© STM/MO/OVI/SVdF).
Getreu unserer Philosophie, die da lautet, BLICK NACH VORN!, wollen wir im folgenden auf
eine rückschauende, geschichtliche und militärhistorische Betrachtung dieses Phänomens
verzichten. Dazu ist bereits viel publiziert worden, in zahlreichen Büchern unterschiedlichen
Werts, wie auch im Internetz. Die bahnbrechenden und am weitesten gehenden Arbeiten zu
dieser umstrittenen Thematik hat gewiß unser Freund Norbert Jürgen Ratthofer geleistet, der
auch an der Verwirklichung des ich vielerlei Hinsicht beachtenswerten Films, bzw. Videos,
"UFO, Geheimnis des Dritten Reichs" maßgeblich beteiligt war. Insofern kann auf solche
Grundlagen verwiesen werden, in denen keiner der möglichen Aspekte ausgelassen wird.
Was uns in dieser Artikelserie besonders interessieren soll, sind jene Punkte, die akut für die
Gegenwart - und möglicherweise für die Zukunft - von konkreter Bedeutung sein können.
Aus dieser Grunde ist unsere Perspektive keine chronologische, sondern vielmehr eine aus
augenblicklicher Sicht ereignisbezogene. In Anbetracht der intensiven Bemühungen um den
Mars, die gerade jetzt und in den kommenden Monaten sehr aktuell besonders aktuell sind,
wollen wir uns zuerst mit jenen beiden deutschen Geheimprojekten beschäftigen, die - den
verschiedenen Quellen zufolge - zumindest zeitweilig auch auf unserem Nachbarplaneten
Mars ausgerichtet gewesen sein sollen: Vril 7 und Haunebu III. Von diesem Punkte aus
wollen wir sodann die Ereignisse um die „UFOs" zurückverfolgen nach Möglichkeit sachlich
analysieren. Diese Vorgehensweise führt zu einer Umkehrung der Chronologie, die eine
Beobachtung der Dinge quasi aus einer Außensicht ermöglichen. So gelangen wir zur
inzwischen sehr eindeutig möglichen Klärung der Fotos von Haunebu-Do-Stras von George
Adamski, die einen konkreten Hintergrund haben dürften, über die fragwürdigen Legenden
um die "Area 51" bis zum Aldebaren-Projekt sowie den Foo-Fighters der späten Kriegsjahre
und schließlich den Anfängen des Ganzen. Beginnen wollen wir mit: Haunebu III.
Haunebu III - Wunderwaffe und Marsraumschiff? (© STM/MO/OVI/SVdF)
Die Riesenflugscheibe Haunebu III und deren Verbleiben nach 1945 stellt eines der ganz
besonderen Rätsel um jene Technologie und deren eventuelle Anwendung dar. Übrigens
war seinerzeit offenbar nicht von Flugscheiben die Rede, sondern von Flugkreiseln; wohl der
äußeren Form wegen, da diese Geräte sich ja nicht um ihre Achse drehten. Seit die ersten
Unterlagen über das Haunebu III an die Öffentlichkeit gerieten, ist diese Angelegenheit ein
Rätsel erster Ordnung geblieben, und überdies ein besonders strittiges - was bei diesem
ohnehin stark umstrittenen Kapitel jüngerer deutscher Geschichte schon etwas heißen will.
Das Gerät Haunebu III sollte gewissermaßen die Super-Flugscheibe werden, mit 71 Metern
Durchmesser ein wahrhaftiger Gigant, schwer bewaffnet und in der Lage, vom Weltall aus
unangreifbar zu operieren - somit die absolute Bedrohung für den Kriegsgegner USA, gegen
dessen Rüstungszentren es scheinbar besonders eingesetzt werden sollte.
Ingenieurskizze des damals projektierten Geräts Haunebu III aus dem Jahre 1943.
Tatsächlich ist nur ein einziger Beleg über Haunebu III erhalten, dar wohl mit sehr hoher
Wahrscheinlichkeit als echt gelten muß: Die hier abgebildete Ingenieurskizze. Sie stammt
aus den Unterlagen der Entwicklungsstelle IV („E-IV") der Technischen Truppe der SS,
deren Hauptsitz sich in Wiener Neustadt befand. Zumindest das Projekt hat es demnach also
sicher gegeben. Doch Fotografien, von deren Echtheit mit einiger Gewißheit ausgegangen
werden konnte, hatten sich bislang nirgends gefunden, beziehungsweise waren solche von
möglichen Besitzern nicht preisgegeben worden. Eine Aufnahme von George Adamski, die
ein dem Haunebu III in verblüffender Weise gleichendes „UFO" vor dem Mond zeigt, mochte
man nicht als sicheres Zeugnis werten. Mit gutem Grund, da das einzige Gerät dieses Typs
der Überlieferung nach ja bei einem Experimentalflug verlorengegangen sein soll. Oder sollte
es gelungen sein, es wieder instand zu setzen? Möglicherweise sind nun Originalfotos des
Haunebu III aufgetaucht, allerdings alte, wahrscheinlich Anfang 1945 aufgenommene, also
keine „UFO"-Fotos aus neuester Zeit. Im Lichte des historisch-technisches Aspekts, wären
aber natürlich gerade solche alten Aufnahmen von hohem Wert, sofern sie echt sind.
Will man Unterlagen folgen, deren Originalität nicht als restlos gesichert gelten kann, die
aber doch einige Wahrscheinlichkeit auf ihrer Seite haben, so wäre tatsächlich ein erstes
Exemplar des Typs Haunebu III noch vor Ende der Kampfhandlungen in Europa fertiggestellt
worden. Dieser Prototyp soll sich bereits in der praktischen Erprobung befunden und u.a.
wenigstens einen Flug nach Japan erfolgreich absolviert haben.
Ganz besonders zu prüfen ist jedoch die Behauptung, mit diesem ersten und einzigen Gerät
des Typs Haunebu III sei ein Flug zum Mars unternommen worden. Demnach soll es den
Mars sogar heil erreicht, auf dem roten Planeten dann jedoch eine Bruchlandung erlitten
haben. Angeblich hat der Plan bestanden, unter dem Code "Siegfried-Marta" (für S und M =
Stützpunkt Mars) dort eine Basis zu errichten, von der aus mittels der neuartigen Geräte der
Krieg hätte weitergeführt werden können, auch wenn Deutschland bereits vollständig vom
Feind besetzt war. Es heißt, der Antrieb der Haunebu-Geräte fußte auf demselben Prinzip
wie jener der Vril-Geräte, mochte es im Detail der Triebwerke auch Bauunterschiede geben.
Über dieses Antriebsprinzip des Fernflugs mittels „Umformung", werden wir an anderer Stelle
noch ausführlich sprechen. Es stellt den Schlüssel zu alledem dar und erscheint keineswegs
so unfaßbar, wie dies ohne nähere Kenntnisse aussehen mag. Galt also für die Haunebu-
Geräte das Gleiche wie für die Vril-Geräte, so wäre die Überlegung, vom Mars aus zu
operieren, keineswegs abwegig gewesen. Die beiden angeblich mit Vril 7 durchgeführten
Testflüge bis zum Mars (jedoch ohne Landung) sollen ergeben haben, daß die reine Flugzeit
im Welt- all nach der Umformung weniger als zehn Minuten betrug. Wie gesagt, über dieses
Fortbewegungsprinzip wird noch ausführlich gesprochen werden; hier begegnen sich auch
die Themen „UFO" und „Makara" bis zu einem gewissen Grade.
Haunebu III, angeblich im Raum Bodensee, Anfang 1945.
Auch wenn wir die Voraussetzungen so weit einmal als damals gegeben annehmen wollen,
und sogar so weit gehen, einzuräumen, die Einrichtung eines wie auch immer gearteten
Stützpunkts auf dem Planeten Mars wäre gelungen, so würde der militärische Wert all
dessen doch gering gewesen - zumindest zum damaligen Zeitpunkt; denn es gab keine
brauchbare Bewaffnung für die Haunebu- und Vril-Geräte. Aufgrund des eigenen Kraftfelds
dieser "UFOs", konnten von ihnen aus weder Bomben abgeworfen noch herkömmliche
Geschütze abgefeuert werden. Diese Geräte bildeten ja gewissermaßen einen eigenen
"Kosmos" um sich herum, der weder von außen noch von innen von grobstofflicher Materie
durchdrungen werden konnte. Dies beutete zwar praktisch völlige Unverwundbarkeit durch
Feindeinwirkung - aber eben auch die Unfähigkeit, selbst herkömmliche Waffen zum Einsatz
bringen zu können. Selbst wenn wir Berichten von Personen wie z. B. dem ehemaligen CIAMitarbeiter
Vergil Armstrong Rechnung tragen wollen, nach dessen Aussage eine erste
Version der Kraftstrahlkanone, die 4 Zoll Panzerstahl durchschlagen konnte, Anfang 1945
schon prinzipiell einsatzreif war, so wäre auch diese Waffe für eine strategische Kriegführung
nicht sonderlich geeignet gewesen; denn sie konnte offenbar "nur" Löcher schlagen - also
etwa feindliche Flugzeuge und Panzer abschießen oder auch Kriegsschiffe versenken. Für
bedeutende Kampfhandlungen, die in der damals schon sehr prekären Lage dem Krieg noch
eine entscheidende Wendung hätte geben können, wäre dergleichen zu wenig gewesen.
Insofern würde das Ausbleiben massiver deutscher „UFO"-Einsätze sogar dann logisch
erscheinen, wenn wir alle anderen Komponenten als gelungen annehmen wollten.
Ob es ein fertiggestelltes Gerät Haunebu III wirklich gab, bleibt vorerst eine nicht mit letzter
Schlüssigkeit zu beantwortende Frage. Doch darf wohl gesagt werden: Es spricht mehr
dafür, als dagegen ins Feld geführt werden kann.
Vor zweieinhalb Jahren sind aus zwei verschiedenen, aber verwandtschaftlich miteinander
verbundenen, Quellen in Italien erstmals Fotografien aufgetaucht, die die Realität des
Haunebu III womöglich dokumentieren. Besonders jene Aufnahme wirkt bemerkenswert, die
nur einen Teil des Geräts eingefangen hat, weil vermutlich die Männer auf dem Jagdpanzer
(Jagd-Tiger) im Vordergrund fotografiert werden sollten, nicht aber das mit Sicherheit unter
© STM/MO/OrdoVrilMilano Jagdtiger vor dem gelandeten Haunebu III (?).
strenger Geheimhaltung stehende Fluggerät im Hintergrund. Ob dieses Foto echt oder ist
oder nicht, ob dies ein Originalfoto des Haunebu III ist - oder vielleicht bloß etwas zufällig
ähnlich Aussehendes zeigt - all dies muß vorerst wohl offenbleiben. Die Verbindung nach
Italien würde allerdings nicht der Logik entbehren. Schon seit den frühen 1930er Jahren
arbeiteten italienische Wissenschaftler mit deutschen zusammen. Außerdem gab es enge
Kontakte zwischen deutschen und italienischen quasi-esoterischen Gruppen; namentlich
zwischen Mailand, Wien und München, also in der „Thule- und Vril-Ecke". Nach dem
Umsturz in Rom und mit Gründung der Republica Soziale Italia im Norden des Landes, die
weiterhin mit Deutschland verbündet blieb, sind dort mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit
zeitweilig wichtige Fäden zusammengelaufen. Auch heutzutage gibt es in Italien Gruppen,
denen eine besonders freundschaftliche Verflechtung mit Deutschland am Herzen liegt.
„Siegfried Martha" - der Mars als geheimer deutscher Stützpunkt?
Auf die Errichtung eines deutschen Mars-Stützpunkts gibt es keinerlei konkrete Hinweise.
Auch der Ansatzpunkt des eventuellen Marsflugs von Haunebu III vermag dazu nichts
beizutragen, da ja von einer irreparablen Bruchlandung des Raumschiffs auf dem Mars die
Rede ist. Verschiedene Berichte, oder eher Erzählungen, sind in keiner Weise gesichert.
Dies schließt aber selbstverständlich nicht aus, daß angesichts der kühnen Aussichten, die
sich durch die neuartige Technik möglicherweise hätten eröffnen können, auch Pläne für
einen Stützpunkt auf dem Mars erarbeitet worden sein mögen. All dies läßt sich ja nur
begreifen, wenn wir uns in die damalige Situation hineindenken, wenn wir zu verstehen
versuchen, daß der Mensch in einer Lage wie der, in der sich Deutschland Anfang des
Jahres 1945 befand, buchstäblich nach jedem Strohhalm zu greifen versucht. Es war eine
Zeit, in der sich neuartige Waffen unterschiedlicher Art ja schon im Einsatz bewährten –
Hochleistungsjäger, Düsenflugzeuge, Fernraketen, Marschflugkörper, Elektro-U-Boote etc. –
lauter Mittel, die rechtzeitig hätten zur Verfügung stehen können, um einen ehrenhaften
Frieden zu erzwingen. Eine Bedrohung durch die Atombombe hat nicht bestanden, denn erst
durch das Erbeuten deutscher Grundlagenforschung konnte diese in den USA fertiggestellt
werden. In Deutschland war ja bereits 1938 entschieden worden, diese gleich dem Giftgas
als unmoralisch eingestufte Waffe nicht zu entwickeln. Wenn die SS die Arbeit an der
Atombombe schließlich doch wieder aufnahm und sie auch mit Erfolg testen konnte, so
geschah dies quasi auf eigene Faust, gegen das bis zuletzt aufrechterhaltene Bauverbot.
Erster deutscher Atombombentest vor Rügen, 12. X. 1944
Im Hinblick auf andere Waffen wollte man aber wohl wenigstens ganz zuletzt Fehler mehr
begehen, keine Möglichkeit ungenutzt lassen, um das Schicksal womöglich doch noch zu
wenden. An dieser Stelle müssen gilt es zu bedenken, dass es viele Deutsche gab, die zu
jedem Himmelfahrtskommando bereit waren. Daß unter solchen Umständen der Plan „S-M"
bestanden haben könnte, ist also vorstellbar. Ob er sich verwirklichen ließ, steht auf einem
ganz anderen Blatt. Immerhin, die Eventualität - mag sie auch noch so vage sein - wirkt bis
in die heutige Zeit hinein, sie regt die Phantasie der Menschen an; und wo immer dies der
Fall ist, ist auch der Same für Neues gelegt.
Was den Mars anbelangt, so sind je gerade jetzt mehrere Forschungsunternehmungen im
gange. Eine europäische Sonde und zwei amerikanische sollen, sofern alles planmäßig
verläuft, Anfang 2004 den Mars erreichen. Dabei hat die europäische Unternehmung einen
kleinen Vorsprung. Man wird sehen – möglicherweise – ob neue Erkenntnisse gewonnen
werden können. Der Grund mehrerer Mars-Initiativen zur gleichen Zeit liegt in der relativ
geringen Entfernung zwischen Erde und Mars, die sich durch die elliptische Umlaufbahn
ergibt, dahinter stehen also nicht etwa aktuelle Ereignisse.
Die Mehrheit der Wissenschaftler nimmt an, daß der Mars vor einigen Millionen von Jahren
erdähnliche Bedingungen geboten haben könnte, daß es also nicht völlig ausgeschlossen
sei, dort Spuren von Leben zu finden. Zu Zeiten der Planung von „S-M“ hat die Annahme
bestanden, in großen Hohlräumen unterhalb der Marsoberfläche gäbe es nutzbare Räume.
Woher diese Annahme rührte, ist nicht schlüssig geklärt, möglicherweise hat der Testflug
von Vril 7 – falls dieser wirklich stattfand – dazu Grundlagen geliefert. Dieses ganze Kapitel
liegt aber unter einem dichten Schleier von Ungewissheit, vermengt mit mittlerweile kaum
noch zu ordnenden Spekulationen und auch viel haltloser Phantasterei.