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Diese und
viele andere Erwägungen ergriffen meine Seele, als ich
darüber nachdachte, wie ich alles das Gesehene, Gehörte und Miterlebte
für die Menschen schreiben werde, damit sie mein Zeugnis verstehen, und der
Geist des geschriebenen Zeugnisses kraft des guten Willens ihres Geistes in
ihrer Seele so lebendig werde, daß sie im seligen Frieden dem Heile des wahren
ewigen Lebens im Reiche Gottes mit Zuversicht entgegengehen können. (2)
In diesen
und vielen ändern solchen
Gedanken merkte ich es
kaum, daß ich inzwischen aus der Mitte der
Welten des
Jenseits in eine der reinen
und lichtvollen Welten
gelangt bin,
die an das Reich Gottes
grenzen, und zurück in
die lange Reihe der Welten des Jenseits bis zu
ihrer Mitte schauend,
freute ich
mich darüber, daß die Zahl ihrer Bewohner eine
so überaus
große ist, daß
dagegen die Zahl jener, die den Weg des Verderbens
nahmen, und die ich in den
lichtarmen, unreinen und düsteren Welten gesehen habe, fast verschwindet - und
der wahren Welt des Reiches
Gottes mich
zuwendend, dankte ich in der Seele und
im Geiste
Den Allgütigen, daß Er
zur Rettung aller, die auch nur einen
kleinen Teil ihres einst in
so großem Maße gehabten guten Willens
aufbringen, eine so
große und wunderbare Schöpfung
entstehen hat lassen. (3)
Und da ich
in seligem Frieden betend dankte, siehe, da sah
ich Ihn wiedermals mitten am Firmamente
Seines Reiches
mit zum Segnen
ausgebreiteten Händen im unbeschreiblich wunderbarem Lichte
Seiner Kraft; ich fiel nieder und da hörte ich Seine Stimme in mir : (4)
Jovian !
Da du Zeiten hindurch von der Erde abgewendet warst, sollst du jetzt wieder
hinsehen, damit . du auch über
das Wirken und Schaffen der Menschen dort
weiteres schreiben kannst, den
Kommenden zum Zeugnis und zur Erkenntnis ! (5)
Und da ich
mit von Seligkeit tränenden Augen aufsah, war es mir,
als stände Er bei mir und als berühre Seine
Rechte meine Stirn, -
Ich brachte den Mund nicht auf, aber in der Seele sprach ich : (6)
Wie lange
ich in diesem Danke meiner Seele verblieb, ich weiß es
nicht; als ich aber aufstand und aufsah, siehe, da war ich auf
Erden und, über
Berge, Taler, Länder und Meere schauend, sah ich
so mancherlei Veränderung
im äußeren Aussehen dieser Welt; es war mehr Land da
als früher, ein großes der Länder war geteilt, von dem ändern Teile
fortgerückt und dazwischen ein Meer, welches wieder von dem größten Meere
geteilt war durch das geteilte große Land. (7)
Doch aber
war die Erde dasselbe schwache Spiegelbild und der Abglanz einer der kleinsten
Welten des Reiches
Gottes, es waren auch
dieselbe Sonne, Mond und Sterne des Alls dieser Welt da, wie alles erschaffen
ward; es war vielfach auch ein anderes Pflanzenreich, eine andere Tierwelt und es waren auch
andere Scharen Menschen allerlei Farben da als anfänglich und in der Folge,
aber, von Land zu Land schauend, sah ich,
daß inzwischen
im Wirken und Schaffen der Menschen nur jene Änderung eintrat,
daß sie größere Städte
und Orte gebaut, Felder und Garten geschaffen
und bestellt hatten, mit allerlei Fahrgerät das Land, mit Schiffen die
Meere befuhren und alles Land so dicht bewohnten, daß ich
ihre Gesamtzahl auf mehr als fünfundzwanzigtausendmal
Hunderttausend schätzen mußte. (8)
Und eine
große Freude ergriff mich, als ich überall unter den
Menschen einen Frieden fand; wohl sah
ich in
der Seele so manches Menschen ein unreines, ja selbst
auch düster - finsteres Malzeichen, aber die weit, weitaus überwiegende Mehrzahl
trug ein solches in ihrer Seele, daß es im Lichte des Malzeichens ihres guten
Willens und ihrer Werke nur schwach und wie verlöscht erschien. (9)
Auch
standen sie in einem viel emsiger gepflegten Verkehr mit den verstorbenen Ihren
durch so manche fähige Seher, Propheten und Mittler, wußten von ihrem
einstigen Leben und Wirken in der wahren
Welt des Reiches Gottes, von
ihrer Abwendung von G oft und von ihrem Auszuge aus Seinem Reiche und daher
kannten sie keine andere Gott Verehrung und keinen ändern Gottesdienst als
allein den, einander Gutes zu erweisen und Gutes
zu tun, dann aber auch, : an
jedem siebenten Tage unter freiem Firmamente sich zu versammeln, von dem
Geschehen ihres einstigen Auszuges zu sprechen,
durch einen etwa unter ihnen seßhaften oder von Ort zu Ort und von Land
zu Land pilgern de n Propheten-Mittler das Himmelreich oder auch das
lichte Jenseits zu hören, Gott durch eigene Reden zu preisen, Ihm zu danken,
sich zu freuen und sich auf das Abgehen von der Erde so vorzubereiten, daß sie
hernach zu Ihm in Sein Reich wieder gelangen. (10)
Alledem
nach sah und erkannte ich, daß sich im Schaffen, Wirken und in der Erkenntnis
der Menschen in einem Zeitverlaufe von mehr als
dreitausendmal zehntausend irdischen Jahren nicht viel und fast gar
nichts geändert hatte, was irgendwie schwerer nachteilig für sie wäre -
und über alles das freute ich mich unendlich, von Land zu
Land und
von Volk zu Volk schauend immer mehr. (11)
Ich sah
die Menschen auf Erden von Scharen Menschenseelen des lichterer und lichten
Jenseits aber auch von reinen Kindern Gottes umgeben, von Zeit zu Zeit mit ihnen
durch fähige
Mittler-Propheten sprechen und freute mich auch darüber, daß die
Bewohner der unreinen, düsteren und finsteren Welten des Jenseits, die ich
gelegentlich einzeln oder in kleiner Zahl gleichfalls unter den Menschen auf
Erden Umschau halten sah, bis dahin keinen Mittler, Seher, Propheten und daher
auch keine Gelegenheit fanden, sich den Menschen mitteilen zu können. (12)
Ich sah
von der Erde aus ihre Welten und als ich dort Nachschau hielt, siehe, da sah ich
die ganze Reihe der von Stufe zur Stufe unreineren,
düsteren und finstereren Welten deutlich mehr bewohnt,
und schon sah ich einige wenige dieser lichtlosen Menschenseelen
Anstalten zu treffen, um jene finstere und wie drohend düstere Welt zu
beziehen, von der aus die Grenze der Schöpfung des alten Drachen und Satans,
der Pfuhl höllischer Finsternis, nicht allzuferne ist. (13)
Als sähe
ich jetzt schon in die Zukunft, erschrak ich heftig in dem Gedanken und in der
Vorstellung, die von dem alten Drachen Ausgesandten würden die finsteren Ankömmlinge
in der ihnen, zusagenden finsteren Welt finden, von ihnen den Aufenthalt der
gesuchten Scharen erfahren und durch das finstere Jenseits etwa auch noch zur
Erde geführt .worden, und Gott
bittend, mir die Kraft zu geben, all den weiteren Geschehen aus der Nähe folgen
zu können, stand ich alsbald wiedermals
in jener wie drohend düsteren und finsteren
'Welt, von wo
aus ich Zeiten zuvor die Vorgänge im Pfuhle der Hölle geschaut habe. (14)
Nicht mehr
Furcht, aber ein
unsagbarer Ekel und Grauen
ergriff mich, als ich wiedermals den
alten Satan auf
seinem Throne sitzen sah und
seine heiser krächzende Stimme vernahm, als
er gerade mit nicht
wiederzugebenden und mir
vielfach auch
unverständlich neuen Worten fluchte
und jedem Ungehorsam die
furchtbarste Rache schwur. (15)
Ich sah um
seinen ungeheuren Thron die vierundzwanzig
kleineren Throne ringsum für die damals von ihm Ausgesandten aufgebaut,
auf jedem der Throne lag das von ihm damals versprochene
Kleid und
die wie goldene Krone, vor jedem der Throne standen auch schon die sieben
Leuchter der Lästerung - aber alle die vierundzwanzig Throne waren leer, es
saß keiner der zwanzig, die
er Älteste genannt hatte, und auch keiner der
vier, von ihm die Lebendigen genannt, auf ihnen. (16)
Und da ich
mich umsah, siehe, da sah ich sie, jeden mit seiner Schar immer noch suchen und
sich dabei nach den jeweiligen Wege und
Standorte der vier Lebendigen des alten Satans
richten, die
immer noch vorne, hinten,
seitwärts, oben und unten voll gemachter
Augen, die wie Feuerflammen zuckten, den ändern den Weg ihres
Suchen s angaben. (17)
Wie einst
zuvor, strich bald auch diesesmal einer der vier
mit seiner Schar ganz nahe an der Welt, über deren Boden ich
stand, vorbei, aber wie das erstemal, erkannte ich auch diesesmal, daß
er weder die Welt noch mich
sehe, noch irgendwie sonst wahrnehme, und ich
sah zu, wie er und alle die ändern, wie wahnsinnig weiter
suchend, in riesigen Kreisen herumfuhren. (18)
Angeekelt
und von Widerwillen gegen alles dieses
Treiben ergriffen, wandte
ich mich um, erschrak aber, als ich
sah, daß
ich nicht mehr allein in der Welt des
Grauens bin,
sondern daß
jene, die ich zuvor in einer ähnlichen Welt hierher
zu gelangen Anstalten
treffen gesehen habe, nun da waren, zehn an der Zahl. (19)
Ich sah
sie deutlich und fand a1sogleich, daß ihr Aussehen
dem Aussehen der Teufel ähnlich und sehr ähnlich war, denn in
ihrem aus den unreinen
Dingen der von ihnen durchgegangenen Welten
gebildeten Leibe sahen sie noch schrecklicher aus als in ihrer Seele;
trotzdem aber fing ich alsogleich an
auf sie einzureden,
um sie von ihrem letzten Schritt ins Verderben abzuhalten, aber alsbald
habe ich erkannt, daß sie mich weder sehen noch
hören und auch nicht fühlen, so ich, trotz
des Ekels und
Grauens, einen oder den ändern bei der Hand zu ergreifen versucht habe. (20)
Also ließ
ich von ihnen ab, sah aber, daß sie alle
wie gebannt , in jene
Richtung schauten, wo ich die suchenden
Teufelvorderen wußte, und nun sah ich, daß auch sie alle
die Suchenden
sehen, und da gerade wieder einer der vier mit den
überall an sich
angebrachten feuerflammenden Augen Angetanen mit seiner
Schar in
die Nähe der finsteren Welt schwenkte, auf der die
Zehn standen,
erhoben diese ihre Hände und
begannen aus
allen ihren Kräften zu
schreien : |
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