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Das
Wehklagen ward nun noch größer, und viele wandten sich
wider die ändern, ihnen Vorwürfe der Überredung machend und sich auch
' gegenseitig allerlei ihnen bis dahin unbekannten Vorgehens beschuldigend,
einander die Schuld, an dem Auszuge teilgenommen zu haben,
zuschiebend, und es hatte den Anschein, als wollten die so
Beschuldigten wider die es ihnen Vorwerfenden gewalttätig werden. (2)
Ein
Entsetzen aber ergriff auch mich, als ich .einzelne Stimmen aus den Scharen
vernahm und jene sah, die zu den ändern sprachen : (3)
Und ähnlich
so in andern Worten begannen auch andere, zu sprechen. (4)
Die
lichten Engel und Großengel unter den nun lichtlosen Scharen hoben aber ihre
Hände, und da es alsbald stiller ward, sprachen
sie : (5)
Kraft
seines eigenen freien Willens ist der einstige, Gott zuvor so nahe gestandene
Großengel zum Satan geworden, und eine große Schar anderer Engel zu seinen
Teufeln; ihm hat Gott erklärt, wohin ihn sein vorgefaßtes .Tun führen,
bringen, und was aus ihm und aus denen, die er an sich ziehe, werden wird; hat
er aber dem Worte Gottes Gehör gegeben, Seine Erklärungen angenommen, Seine
Mahnungen beherzigen -und befolgen wollen ? (6)
Nein,
sondern kraft seines eigenen freien Willens hat er sich wider Gott gewendet und
mit Seinesgleichen das himmlische Reich verlassen, um weit, weitab von Ihm und
Seiner Welt das schaffen und tun zu können, was im Reiche Gottes unbekannt und
unmöglich ist; dieses, den Welten des - himmlischen Reiches Unbekannte, Fremde
und Unmögliche, schafft er nun mit den Seinen dort in den Fernen aus eigenem
freiem Willen wider Gott und wider
alles, was Gottes ist, nur um von den Seinen der Heilige, Schöpfer
und Gott genannt zu werden. (7)
Gott
ist Die ewige Wahrheit ! Das
wußten und wissen wir von Ihm,
aus Seinem
Munde, durch Sein heiligstes Wort; und vor
diesem traurigen und furchtbaren Geschehen
wußten wir von einer Lüge
nichts, kannten nicht einmal das Wort;
nun aber kennen wir nicht nur das Wort und
die Bedeutung des Wortes Lüge sondern auch ihr
Wesen, ihre Kraft und den, der sie geschaffen hat - und erst jetzt, so
wir die
Lüge ah, in und aus dem Lügner
kennen, ermessen wir die
unendlich über alles erhabene,
reine und heilige Bedeutung
der Kraft Gottes
ewiger Wahrheit ! (8)
Im
Wesen Seiner
ewigen Wahrheit
ist Gott Das wahre Licht und Das wahre ewige Leben ! Das wußten und
wissen wir durch
Sein heiligstes Wort; die
wahre Bedeutung und die unendlich über
alles erhabene
Große, Reinheit
und Heiligkeit dieser
Kräfte Seines
Wesens und Geistes
haben wir gleichfalls jetzt erst voll erkannt,
seitdem wir das unendliche Gegenteil an, in
und aus,
dem .Lügner kennen, der voll Finsternis
alles zu verderben sucht,
was Gottes ist. (9)
Wir wissen
noch nicht, was die Finsternis und. Lüge des Verderbers noch
ersinnen, schaffen,
zeitigen, und welche
weiteren Folgen
alles das haben wird; das aber wissen wir, daß es - weil
es gegen Gott, gegen
alle. und gegen alles, was
Gottes ist, erdacht und
gerichtet ist - am furchtbarsten gerade an jenen sich auswirken
wird in aller Zukunft, die daran
teilnehmen und mitwirken. (10)
Weil
der Verderber,
Lügner und Satan das Wort "Wahrheit" kraft des Wortes
Gottes kennt, beansprucht er, von den Seinen auch der
Wahrhaftige genannt zu sein, und sie nennen ihn auch
so, weil er das, was er schaffen zu können ihnen
vorgegeben hatte, tatsächlich auch schafft und zwar das,
was seinem
Worte nach
allein er, Gott aber nicht
schaffen kann - und wir sagen euch, daß
dieses Wort
des Satans das einzige ihm gebliebene Bröcklein
jener ewigen Wahrheit bildet, in Der er nicht
bestanden ist und wider Die er sich wendet;
denn sagt
er, daß Gott
nicht das. schaffen
kann, was
er schaffe, sagt er die
Wahrheit ! (11)
Was Gott für
uns geschaffen hat, damit wir
selbst darin schaffen können, das kennen
wir alle und wissen auch
jetzt erst
recht, wie zufrieden, glücklich und selig wir
darin waren, jetzt, da euch alles
ängstigt, mehr aber
noch uns, und da wir in Gefühlen
aufgehen, die uns unbekannt,
fremd waren, die wir nicht
einmal nennen
können! Daher klaget ihr: o
wehe, wehe uns ! (12)
Es ist
doch auch
zu euch
geredet worden, auch ihr
habt das heiligste Wort Gottes gehört;
wir alle mit jenen Mitengeln und Mitkindern .Gottes,
die in Seinem Reiche bei Ihm geblieben
sind, haben euch erklärt,
euch gebeten, gemahnt und
wieder gebeten, auf
die Großsprechereien des Lügners,
Verderbers und der Seinen nicht zu
. hören - und siehe, nun hat
der eigene
freie Wille
des eigenen Geistes
eines jeglichen unter euch wider alles obsiegt. (13)
Und darum
sagen wir euch : (14)
Wir ändern
haben uns von
Gott nicht abgewendet , aber kraft
unseres eigenen
freien Willens sind wir mit euch gegangen und kraft
desselben unseren freien
Willens bleiben
wir bei
euch, da. wir wissen, daß Gott
- Der Die ewige Wahrheit,.
Das wahre Licht und Das wahre ewige
Leben ist - keinen, auch
nicht den allergeringsten Einzelnen unter
uns umkommen lassen wird,
so er
sich wieder
zu Ihm wendet. (15)
So aber,
wie und was ihr nun geworden seid, taugt keiner und kann keiner in das Reich Gottes eingehen - für an jetzt ist
es zu spät ! -
Wir aber wissen, daß Gott Großes
zur Rettung aller
derjenigen schaffen
wird, die gerettet zu werden
verlangen und wollen werden. (16)
Niemand
von uns hat jemals
das Werden des Seienden
gesehen und niemand von uns hat jemals
ein Vergehen des Seienden -
Lebendigen und des von Gott Geschaffenen
gekannt; nun aber sehen wir
an dem Schaffen des
Lügners und
Verderbers, an
dem Schöpfer
des Pfuhles höllischer Finsternis ein
Werden des
Nicht-gewesenen, und ein scheinbares
Vergehen werdet
ihr mit uns an euch selbst kennen lernen müssen. (17)
Für den
Satan, für die Seinen und
für euch ist das
Licht des
Reiches Gottes
selbst vergangen ; - für ihn und die Seinen sicher für
immer, da sie
ihr eigenes
Reich, den
Pfuhl der
Hölle schaffen und ausbauen werden;
- für die meisten von
euch wohl aber nicht für immer, da das
Trachten, Kinder Gottes wieder zu
werden, in vielen nicht verlöschen wird. (18)
Von Gott wissen
wir, daß wir mit euch einem
Geschehen entgegengehen, in dem
uns alle das
erste Sterben
trifft, der
Schein eines
Nichtmehrseins, der
Schein eines
Todes, den
es in Der Wahrheit nicht
gibt, doch aber
durch das Sterben ein
Zustand, aus dem uns
allein Er
durch eine neue Schöpfung
erwecken kann
und erwecken wird, die dem
Zustande, in
welchem sich
euere Seele und euer Geist
an jetzt befindet,
angemessen sein, uns
allen aber
das bieten
wird, was uns nötig
ist, um den Weg zu Ihm
in Sein Reich wieder finden
zu können. (19)
Ist diese Seine
zweite Schöpfung
für uns
da -und wir wissen, daß sie schon
im Beginne
zu werden ist - werden wir
nach und
nach alle
hingelangen, ein
Werden an
allem Seelisch-Geistig-Lebendigen
kennen lernen, aber auch ein
Vergehen, da wir dort ein zweitesmal
sterben werden
müssen. (20)
Es wird
ein augenscheinliches
Werden und Vergehen sein, wohl
in der
Wirklichkeit der Schöpfung, in derselben
augenscheinlichen Wirklichkeit begründet,
an und
in sich selbst aber
der Wirklichkeit nur ein
Schein, da es ein Werden und Vergehen
des Seelisch-Geistig-Lebendigen'
in seinem Grundwesen nicht gibt,
weil dieses
ewig ist. (21)
Die zweite Schöpfung
Gottes für uns wird uns
alles geben, um dort
leben, schaffen und den Weg
gehen zu können, der
uns zu Ihm führen
wird, in das Licht Seiner ewigen Wahrheit
und zum wahren ewigen Leben
in Seinem Reiche,
welches ihr frei-, eigen-
und mutwillig
verlassen habt,
oder aber, auch dort den
jetzt eingeschlagenen
Weg weiter gehen
zu können, der
in den Pfuhl höllischer
Finsternis führt,
den der böse Geist und Vater der Lüge mit den Seinen schafft. (22)
Sehet euch
und uns an ! Wie wir jetzt noch,
also trüget auch ihr an euerem
seelischen einen wunderbaren
himmlischen Leib;
was von
diesem wunderbaren Leibe habt ihr
aber noch
eigen ? Und sehet, bald wird
euch gar nichts davon
mehr eigen . sein, schon
sind so
viele seiner
fast ganz verlustig
worden und
schon hören
sie unser
Wort nicht mehr, schon ist ihr
Bewußtsein am Verlöschen - schon
ist das erste Sterben da. (23)
Und da sie
noch so und ähnlich in allerlei diesen und ändern Hinweisen und Worten zu den
Scharen sprachen, hob das Wehklagen und
das Geschrei der Verzweiflung dermaßen an, daß
ich zu flüchten versuchte, mich aber voll Entsetzen nicht rühren
konnte. (24)
Ich sah da
Seelen ohne- den gehabten himmlischen Leib
wie tot, andere an ihrem
Hals und um sich herumgreifend und
wie nach
Stütze blindlings suchend, wieder andere
in Verzweiflung
schreiend, ein ungeheuerlich
ausgedehntes Feld eines unbeschreiblichen Jammers. (25)
Die
lichten Engel und Großengel aber traten zusammen, wandten ihr Angesicht den
Hohen des Reiches Gottes zu, erhoben ihre Hände und sprachen : |
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