aktualisiert am 25.August 2005 12:19
FAZ-Zitat
Daimler für einen Euro
Zerfällt Daimler-Chrysler ? (25.August 2005)
Die Probleme um Daimler-Chrysler werden immer größer. Nachdem die smart-Sparte ebenfalls massive Verluste beschert ist auch das Vertrauen der Anleger stark beeinträchtigt.
Bilanzen, die schöngeredet sind, Gewinne, die keine sind, Beschäftigungsgarantien, welche nicht Bestand haben werden, Vorstände, die nicht mehr sind, Posten, die immer noch unbesetzt sind, führende DC-Mitarbeiter, welche "ad-hoc" das Unternehmen verlassen und schnell noch einmal "Kasse"-machen, und der eine oder andere Suizid in der DC-Führungsetage. Dies alles bestens dokumentiert in den Medien.
Nun geht der Zerfall des Vorzeigeunternehmens aus dem "Musterländle" in den mustergültigen Zerfall in seine ehemaligen Bestandteile. Die Perlen werden schnell noch an ausländische Unternehmen verkauft, man spart sich buchstäblich zu Tode, ist nicht mehr Herr seiner eigenen Strukturen.
Nun rächt sich auch der gierige Blick auch das Kapital der Anleger, die nun anfangen werden, sich im ganz großen Stil von diesem Stern am Automobilhimmel zu verabschieden.
Den gefährlichen Knall wird es demnächst geben, wenn die Kuwaitis ihre Daimler-Anteile auf dem Markt schmeißen.
Dieser Schritt steht nach unseren Informationen und der FAZ unmittelbar bevor !
Damit werden auf den Märkten rund 1.000.000.000 Daimler Aktien von den Kuwaitis auf den Markt geschmissen. Die Dramatik dieses Schrittes dürfte wohl sehr einleuchtend sein. Nicht einmal die Deutsche Bank könnte diese Menge kurzfristig auffangen und somit den unvermeidlichen Kurssturz der DC-Aktie bremsen.
Die Folgen für unser im letzten Wahlkampf stehenden Land ? Wir werden sehen...
Es geht aufwärts ! Wir sind Papst und der nächste Kanzler wird es mit Gottes Hilfe schon richten.
Alles weiter, wie bisher, der Strom kommt aus der Steckdose und die Konserven wachsen auf Apfelbäumchen.
Weiter so, wir sind stark, meint unsere Politik, wir packen das, meinen unsere etablierten Volksverträter.
Keine Sorge, die Renten sind sicher (irgendwo anders), der Staat hat noch Geld im Überfluß, und wenn nicht der, so holt man es eben da wo es noch welches gibt. Der Bürger darf sich freuen, wir sind bereits schon verkauft, bevor wir unser letztes Kreuz gemacht haben werden.
Zitiert aus : FAZ
Die Festung Daimler-Chrysler bröckelt
In Kreisen von Investmentbanken heißt es, rund zwei Drittel dieser Anteile seien an Hedge-Fonds weitergegeben worden. Nach dem Weggang Schrempps spiele der „Kopper-Abschlag” dabei nur eine geringe Rolle. Dennoch wird in Bankkreisen davon ausgegangen, daß auch der Druck auf Kopper zunimmt: „Ich glaube nicht, daß Herr Kopper die nächste Hauptversammlung überstehen wird”, hieß es bei Banken. Noch vor gar nicht allzu langer Zeit galt Daimler-Chrysler als uneinnehmbare Festung.
Drei Großaktionäre hielten ein Fünftel des Kapitals: Gegen den Willen der Deutschen Bank, Kuwait und Dubai lief nicht viel bei Daimler-Chrysler. Jetzt bröckelt die Festung. Auch von den Kuwaitis heißt es, sie könnten ihren derzeitigen Anteil von 7,2 Prozent reduzieren, wenn der Preis stimmt.
Einen Euro für Daimler-Chrysler
Die Gemeinde der Ungläubigen dürfte noch recht groß sein, jedoch verdichten sich immer mehr stets zunehmend kräftigere Hinweise auf ein drohendes Auseinanderbrechens des Automobilkonzerns.
In den Bereich des Möglichen, wenn nicht Wahrscheinlichen gerät somit auch eine kurzfristig eintretende Engpaßsituation, welche bereits unpässlich zur Weihnachtszeit 2005 werden könnte.
Zur Rettung würden dann sicher schlagkräftige Investoren gesucht werden, die dann das, was bis dahin noch übrig ist, für den symbolischen Kaufpreis von einem Euro übernehmen und veruschen werden, den Phönix aus der eigenen Asche wieder neu erstehen zu lassen. Die Erfolgsaussichten sind daher in jedem Fall mindestens genauso realistisch einzuschätzen, wie die Vollbeschäftigung nach der Bundestagswahl 2005 eintreten wird.