
27.11.2009
Gefahr für Deutschlands Brücken ?
Marode Brücken bedrohen Deutschlands Autofahrer
Nach Informationen der BILD – Zeitung (02.05.2005) ist jede zehnte Brücke an Deutschlands Autobahnen und Fernstraßen in einem kritischen oder ungenügendem Zustand.
Das Wilhelm – Busch - Sprichwort
"Ritzeratze, voller Tücke, in die Brücke eine Lücke"
wird von der westdeutschen Bauindustrie seit Mitte der sechziger Jahre geräuschlos und trickreich in die Tat umgesetzt.
Am stärksten betroffen scheinen offenbar die zahlreichen Spannbetonbauten. Dies dringt aus zuverlässigen Kreisen langsam an die Öffentlichkeit. Weiter heißt es, die Probleme, speziell im Zusammenhang mit Spannbeton seien bereits frühzeitig bekannt gewesen, jedoch bewusst verschwiegen.
Wieder einmal drängt sich der dringende Verdacht auf, die Sicherheit der Bevölkerung wird zu Gunsten wirtschaftlicher und monetären Interessen aufs Unverantwortlichste vernachlässigt.
Weiter wurde uns ein Protokollauszug des Deutschen Bundestages(Drucksache 13/5298 )vom 10.07.1996(!) zugespielt, worin der Abgeordnete Dr. Winfried Wolf eine Anfrage im Zusammenhang mit „Schäden an Spannbetonbauwerken und ihre Ursachen“ richtet.
In dieser Anfrage heißt es z.B. unter Punkt 8 :
a.) Stimmt die
Bundesregierung zu, daß Risse in Spannbetonbrücken sowohl als Ursache wie auch
als Indikator für eine Funktionsbeeinträchtigung bis hin zum
Tragwerksversagen eine entscheidende Rolle spielen ?
b) Wie beurteilt die Bundesregierung vor diesem Hintergrund, daß
nach der 1985 erstellten Statistik der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
mindestens ein Zehntel der neu erstellten Brücken (Baubeginn 1980 bis 1982)
Risse in zweifelsfrei nicht tolerabler Breite von über 0,2 mm, teils sogar über
0,5 mm, sowie mindestens ein weiteres Fünftel Risse bis 0,2 mm Breite aufwies ?
Anhand dieser und einer Vielzahl weiterer Fakten und Hinweise wird also allen Ernstes bereits mit einem Einsturz von Brücken gerechnet.
Vielleicht eine nicht allzu passende Nachricht für die unmittelbar bevorstehende Urlaubs- und Reisezeit. Nicht auszudenken, eines der vielen als kritisch eingestuften Bauwerke hält der Last der sich darauf befindenden Blechlawine nicht mehr Stand. Es wäre eine Katastrophe von in Deutschland unfassbarem Ausmaße. Gleichwohl wird dieser fiktive, jedoch höchstwahrscheinlich unmittelbar bevorstehende Einsturz kein Einzelfall bleiben, solange nicht unverzüglich mit konsequenten Maßnahmen seitens der Zuständigen entgegengewirkt wird.